Engagierte Sozialpolitik für einen echten Sozialschutz statt Almosen

25. Februar 2021
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  • Corona
  • Armut und Arbeit
  • Langzeitarbeitslosigkeit
  • Menschenwürdiges Existenzminimum

Das Sozialschutzpaket III soll am morgigen Freitag im Bundestag beschlossen werden.

Geldmünzen liegen in zwei Händen
© epd-bild/ Steffen Schellhorn

Die Corona-Pandemie hat für die Ärmsten das Leben am Rande des Existenzminimums verschärft. Deutschland braucht nach Ansicht der Diakonie endlich eine ganzheitliche Strategie zur Armutsbekämpfung anstelle ab und zu Almosen.

Dazu erklärt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland:

„Vom großen Sozialschutzpaket III wird bei Menschen, die Hartz-IV beziehen, nur ein kleines Almosen ankommen. Der einmalige 150 Euro Corona-Zuschlag reicht bei weitem nicht aus, um die finanziellen Mehrbelastungen seit Beginn der Pandemie aufzufangen. Das sind 10 Euro im Monat, mit denen fehlende Sonderangebote, geschlossene Tafeln oder Kosten für mehr Hygieneartikel kompensiert werden sollen. Für bedürftige Kinder fallen seit Beginn der Kontaktbeschränkungen allein 67,50 Euro monatlich für Mittagessen in Schule und Hort faktisch weg, während Kosten für Homeschooling hinzugekommen sind.

Während große Unternehmen mit Milliardenhilfen bedacht werden, hat sich für die Ärmsten in der Pandemie das Leben am Rande des Existenzminimums verschärft. Statt Almosen brauchen sie mindestens einen verlässlichen Krisenzuschlag von monatlich 100 Euro pro Person für die Dauer der Pandemie.

Deutschland braucht endlich eine ganzheitliche Strategie zur Armutsbekämpfung anstelle ab und zu Almosen. Eine engagierte und auf Dauer angelegte Sozialpolitik, die Armut vorsorgend bekämpft und in Bildung und Teilhabe investiert – das wäre echter Sozialschutz.“

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