30 Jahre Deutsche Einheit: Einheit in Vielfalt

2. Oktober 2020
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Am 3. Oktober 1990 trat die frühere DDR der Bundesrepublik bei. Mit Blick auf 30 Jahre Deutsche Einheit äußert sich Diakonie-Präsident Ulrich Lilie.

Ulrich Lilie
© Diakonie/Thomas Meyer

Nach Ansicht von Diakonie-Präsident Ulrich Lilie sollte der Tag der Deutschen Einheit ein Tag der öffentlichen Reflexion sein.

„Ich wünsche mir für die Zukunft, dass wir öffentlich darüber nachdenken und streiten, was wir für ein Land sein wollen – mit Blick auf unsere Geschichte und unsere Rolle in der EU und weltweit. Der Tag der Deutschen Einheit sollte ein Tag der öffentlichen Reflexion sein. Deutschland ist heute kulturell, sozial, religiös, ethnisch und ökonomisch viel vielschichtiger und facettenreicher als es die bloß bipolaren Kategorien und Perspektiven ‚Ost‘ oder ‚West‘ einzufangen vermögen. Und bereits damals sprang viel zu kurz, wer Deutschland nicht vielfältig denken kann: Faktisch sind wir längst ein Einwanderungsland und ein Land, in dem Menschen mit den verschiedensten Lebensgeschichten und sehr unterschiedlichen Vorstellungen von einem guten Leben zuhause sein wollen und auf eine Zukunft für sich und ihre Kinder hoffen. Das ist die historische Einsicht nach dreißig Jahren Einheit.

Welche Bausteine bräuchte eine zukünftige Idee von Einheit in Deutschland, um als wirklich ansteckende und überzeugende Vision für das Zusammenleben der vielen Unterschiedlichen erblühen zu können? Darüber sollten wir öffentlich sprechen und streiten – mit möglichst vielen. Nicht nur am 3. Oktober: In Sportvereinen und Kirchengemeinden, in Volkshochschulen und Universitäten, auf Podien, am Familientisch und natürlich im Internet: Was Deutschland eint, das bestimmen wir gemeinsam.“

Weitere Informationen gibt es im Blog-Beitrag von Ulrich Lilie zu 30 Jahre Deutsche Einheit.

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ansprechpartnerin

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Pressesprecherin

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