Diakonie-Zitat: Regelsatz bleibt beim Bürgergeld zu niedrig, Wohnungspolitik endlich sozial gestalten

13. Oktober 2022
  • Diakonie Zitat
  • Armut und Arbeit
  • Menschenwürdiges Existenzminimum

Heute debattiert der Bundestag in erster Lesung sowohl über das Bürgergeldgesetz als auch über die Reform des Wohngeldes.Dazu äußert sich Maria Loheide, Vorständin Sozialpolitik der Diakonie Deutschland:

© Diakonie/Thomas Meyer

„Die beiden Gesetzentwürfe bringen wichtige Verbesserungen mit sich für die leistungsberechtigten Menschen. Sie reichen aber nicht aus, um ihr Existenzminimum in diesem Winter abzusichern. Schon vor der Inflation war der Regelsatz nach wissenschaftlichen Berechnungen um 180 Euro zu niedrig, nun soll ab Januar eine inflationsbedingte Erhöhung um monatlich nur 52 Euro kommen. Einen konsequenten Bruch mit der Hartz-IV-Systematik bedeutet der vorliegende Gesetzentwurf zum Bürgergeld nicht.

Die Wohngeldreform erreicht nicht alle Haushalte, die Unterstützung brauchen. Um noch mehr Wohnungslosigkeit zu verhindern, brauchen wir schnell ergänzend ein Kündigungs- und Zwangsräumungsmoratorium für Mietwohnungen. Mittel- und langfristig führt an einer neuen, sozial ausgestalteten Wohnungspolitik kein Weg vorbei.“

Weitere Informationen:

Bewertung und Stellungnahme der Diakonie Deutschland zum Bürgergeld

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

© Hermann Bredehorst

Kathrin Klinkusch

Pressesprecherin

030 65211-1780

[email protected]