Feuer in Moria sind ein Fanal der Hoffnungslosigkeit und Wut

9. September 2020
  • Diakonie Zitat
  • Flucht und Migration

Im völlig überfüllten Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos sind vergangene Nacht mehrere Feuer ausgebrochen. Das Camp wurde evakuiert.

Flüchtlingscamp Moria
© epd-Bild/Jörn Neumann

Das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos war schon lange völlig überfüllt. Vergangene Nacht sind dort mehrere Feuer ausgebrochen.

Diakonie-Präsident Ulrich Lilie:

"Das Worst-Case-Szenario ist nun eingetreten, vor dem wir seit Monaten warnen: Die Feuer in Moria sind ein Fanal der Hoffnungslosigkeit und Wut, weil noch immer keine menschenwürdige Lösung gefunden wurde. Hier tragen wir, Deutschland und die EU, die Verantwortung.

Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie nun ihren Ratsvorsitz in der EU ernst nimmt und die sofortige Evakuierung dieser ohnehin sehr geschwächten Menschen von den Inseln organisiert. Wir haben gezeigt, dass wir problemlos 900 Menschen aus Griechenland aufnehmen können, Länder und Städte stehen bereit und können sofortige Abhilfe schaffen. Diese katastrophale Lage duldet keinen Aufschub."

Hintergründe gibt es auch im Blog-Beitrag von Brot für die Welt zu "Moria in Flammen".

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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