Wer am wenigsten hat, muss am meisten bekommen

31. Mai 2017
  • Diakonie Zitat
  • Kinderarmut

Anlässlich des Internationalen Kindertags am 1. Juni appelliert Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland an die Politik, die Kinderarmut in Deutschland verstärkt zu bekämpfen:

"Die Zahl armer Kinder in Deutschland nimmt trotz steigendem Wohlstand weiter zu. Rund drei Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland leben in Armut und sozialer Ausgrenzung. Besonders betroffen sind Kinder von Alleinerziehen und in Familien mit Migrationsgeschichte.

Das bedeutet: Die familienpolitischen Leistungen kommen nicht dort an, wo sie gebraucht werden. Kinder aus reichen Familien werden durch Steuernachlässe besser gefördert, als Kindern aus armen Familien geholfen wird. Wir sagen: jedes Kinder ist gleich viel wert!

Nötig ist eine Kindergrundsicherung statt einem Nebeneinander aus Kindergeld, Kinderfreibetrag, Kinderzuschlag, Kinder-Regelsätzen und Pauschalen des Bildungs- und Teilhabepakets, von denen die Besserverdienenden profitieren. Wir brauchen eine ergänzende bedarfsabhängige Unterstützung von Kindern und Familien bei Bedürftigkeit. Wer am wenigsten hat, muss am meisten bekommen.

Gemeinsam mit 45 Verbänden haben wir unsere Forderungen formuliert und unterstützen die We-act-Online-Kampagne gegen Kinderarmut, die bereits von mehr als 36.000 Einzelpersonen unterzeichnet wurde."

Mehr Informationen finden Sie unter

https://weact.campact.de/p/kinderarmutbekaempfen und #stopkinderarmut

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

© Hermann Bredehorst

Ute Burbach-Tasso

Pressesprecherin

030 65211-1780

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