Nur wenige werden von der Beschäftigungserlaubnis für abgelehnte, aber geduldete Asylbewerber profitieren

19. Dezember 2018
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Zum heute im Kabinett beschlossenen Fachkräfteeinwanderungsgesetz sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik:

"Unser erster Eindruck ist, dass das Gesetz an seinem Ziel vorbeischießt, Regelungen für Asylbewerber zu finden, die mit einer Duldung bereits in Deutschland arbeiten, anstatt neue Fachkräfte anzuwerben. Nur wenige abgelehnte, aber geduldete Asylbewerber werden von den neuen Regelungen profitieren, da die Zugangsvoraussetzungen weiterhin sehr hoch sind. Die Aufteilung auf zwei Gesetze bringt keine inhaltliche Änderung. Die gleichen Probleme bleiben bestehen bzw. werden sogar verschärft. Wir halten das Fachkräfteeinwanderungsgesetz daher für eine vertane Chance. Dass das Gesetz bis Juni 2022 befristet wird, sehen wir als Möglichkeit zu bewerten, welche Auswirkungen es in der Praxis hat."

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

© Hermann Bredehorst

Ute Burbach-Tasso

Pressesprecherin

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