Ein sozialer Arbeitsmarkt braucht faire Löhne

18. Juli 2018
  • Diakonie Zitat
  • Armut und Arbeit
  • Langzeitarbeitslosigkeit

Zu den jetzt bekanntgewordenen Plänen von Bundesarbeitsminister Heil, Beschäftigten im sozialen Arbeitsmarkt nur den Mindestlohn und nicht den Tariflohn zu zahlen, sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland:

"Auch ein sozialer Arbeitsmarkt braucht faire Löhne. Nur den Mindestlohn zu fördern, während tariflich gebundene Arbeitgeber Tariflohn zahlen, macht das Programm unattraktiv. Denn es ist eine "Einladung", Mindestlohn statt Tariflohn zu zahlen. Lohnkostenzuschüsse müssen sich am Tariflohn und nicht am Mindestlohn orientieren.

Ebenso ist die Hürde zu hoch, nach der Langzeitarbeitslose mindestens sieben Jahre Leistungen bezogen haben müssen und in dieser Zeit kaum erwerbstätig waren. Das schließt Menschen aus, die vier oder fünf Jahre draußen sind aus dem Arbeitsmarkt und ohne diese Förderung kaum eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt haben.

Der Gesetzentwurf muss deutlich nachgebessert werden, damit der soziale Arbeitsmarkt ein Erfolg wird und Langzeitarbeitslose eine echte Chance und Perspektive bekommen."

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