Der Arbeitsmarkt muss inklusiver werden

4. Dezember 2020
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Bundesarbeitsminister Hubertus Heil plant eine Verdoppelung der Ausgleichsabgabe für Unternehmen, die keine schwerbehinderten Menschen beschäftigen. Danach soll die monatliche Ausgleichsabgabe ab 2022 für "Nullbeschäftiger" ab 60 Mitarbeitern von 360 auf 720 Euro pro nicht mit einem Schwerbehinderten besetzten Arbeitsplatz steigen.

Illustration zu Menschen mit Behinderung
© Diakonie/Francesco Ciccolella

Nach Ansicht der Diakonie wird der Arbeitsmarkt nicht von alleine inklusiv. Durch die Ausgleichsabgabe kann die Entstehung inklusiver Arbeitsplätze gefördert werden.

Dazu sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland:

„Der Arbeitsmarkt wird nicht von alleine inklusiv. Auch deswegen, weil sich immer noch viele Unternehmen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung entziehen, Arbeitsplätze mit Menschen mit Behinderungen zu besetzen. Obwohl es zahlreiche finanzielle Fördermöglichkeiten und fachliche Unterstützung für Arbeitgeber gibt, die Menschen mit Behinderungen einstellen, kommt der Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung nicht in Schwung. Die Ausgleichsabgabe für diejenigen zu verdoppeln, die keine einzige Person mit Beeinträchtigung beschäftigen, soll ein wirkungsvoller Anreiz sein, daran etwas zu verändern.  Die Mittel der Ausgleichsabgabe werden unter anderem dafür eingesetzt, inklusive Arbeitsplätze zu fördern. Wir können uns auch gut vorstellen, dass die Vergabe öffentlicher Mittel an die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen geknüpft wird. Denn auch das wäre ein guter Weg, den Anteil an inklusiven Arbeitsplätzen zu erhöhen.“

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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