Den Klimawandel sozial gestalten - Diakonie Europa Konferenz zum European Green Deal

18. Oktober 2021
  • Diakonie Zitat
  • Klimaschutz
  • Nachhaltigkeit

"European Green Deal - Ökologisch, ökonomisch und sozial umsetzen", so lautet das Thema der digitalen Europakonferenz der Diakonie Deutschland am 19. und 20. Oktober 2021. Im Zentrum der Veranstaltung steht die Frage nach den sozialen und ökonomischen Herausforderungen, die diese Transformation für die Menschen und für soziale und diakonische Einrichtungen bedeutet.

Haus mit Baugerüst
© Diakonie/Verena Müller

Die Diakonie strebt bis 2023 Klimaneutralität an.

Dazu erklärt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland: "Der European Green Deal muss für alle Menschen bezahlbar sein, insbesondere für sozial Benachteiligte. Als Diakonie Deutschland begrüßen wir ausdrücklich den von der EU-Kommission vorgeschlagenen European Social Climate Fund, der eine gerechte Umsetzung des European Green Deals sicherstellen soll. Allerdings müssen die Pläne zu einer echten Entlastung von sozial benachteiligten Menschen führen. Die Schwächsten in der Gesellschaft dürfen nicht zusätzlich mit den Folgen des Klimawandels belastet werden."

Mit Blick auf die gemeinnützigen, diakonischen Sozialunternehmen sagt Loheide weiter: "Wir streben eine Klimaneutralität der Diakonie bis 2035 an. Wenn wir dieses Ziel zusammen erreichen wollen, bedarf es erheblicher Investitionen. Gemeinnützige Einrichtungen können diese nicht allein stemmen. Sie brauchen gezielte Unterstützung.

Für energetische Sanierungen von bestehenden Gebäuden, dem nachhaltigen neuen Bauen, ebenso wie für die Umstellung ganzer Fuhrparks auf E-Mobilität z.B. in der ambulanten Altenhilfe, sind gezielte Förderungen aus EU- und Bundesmitteln erforderlich."

"Ökonomie, Ökologie und Soziales müssen gerade bei so großen Transformationsprozessen zusammen gedacht werden. Nur integriert, als gemeinsame Lösung, kann der Umbau gelingen.

In der Vergabe-Praxis zum Beispiel entscheidet aber zu oft allein der Preis, welcher Anbieter sozialer Dienstleitung den Zuschlag erhält. Hier ist ein Umdenken erforderlich, das ökologische, ökonomische und soziale Interessen verbindet und integriert. Denn nur so kann der Green Deal praktisch vor Ort gelingen."

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ansprechpartner

© Hermann Bredehorst

Stephan Röger

Social Media stellv. Pressesprecher

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