Corona darf Kinderhospizarbeit nicht gefährden

9. Februar 2021
  • Diakonie Zitat
  • Corona
  • Gesundheit und Pflege
  • Hospiz- und Palliativversorgung
  • Familie und Kinder

Die Diakonie Deutschland hält es für unverzichtbar, die hospizliche Begleitung schwer kranker Kinder und ihrer Familien auch unter Pandemie-Bedingungen gut zu sichern.

Fenstermotiv Engel unter einem Regenbogen
© epd-bild/Uwe Winkler

Schwer kranke Kinder und ihre Familien brauchen auch unter Pandemie-Bedingungen die Begleitung und Unterstützung, die sie sich wünschen.

Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland:

„Sterbenskranke Kinder und ihre Familie brauchen auch in der Corona-Pandemie die gute hospizliche Begleitung, die sie sich wünschen. Unerlässlich ist daher, den Schutzschirm für stationäre Hospize zu verlängern um diese finanziell zu sichern. Die Kinderhospizarbeit muss die Familien auch auf neuen Wegen erreichen. Denn: Aus Angst vor Ansteckung und davor, das erkrankte Kind zu gefährden, verzichten viele Eltern auf die eigentlich so dringend benötigten hospizlichen Hilfen. Wir dürfen schwer kranke Kinder und ihre Familien jetzt nicht alleine lassen. Deshalb müssen digitale sowie telefonische Angebote ausgebaut werden, um die Kinder und ihre Familien auch mit Distanz verlässlich und gut begleiten zu können.

Persönliche Kontakte, beispielsweise der Besuch durch Ehrenamtliche zuhause, sind aber gerade in dieser existenziellen Situation wichtig und müssen auch weiterhin möglich sein, ohne ein gesundheitliches Risiko einzugehen. Deshalb sind Mitarbeitende und freiwillig Engagierte in der Kinderhospizarbeit bevorzugt zu impfen und überall ein Höchstmaß an Schutzmaßnahmen und -ausstattung zu garantieren. Die dafür anfallenden Mehrausgaben – aber auch beispielsweise Kosten für digitale Endgeräte – müssen bei der Förderung durch die Krankenkasse berücksichtigt werden. Weder finanzielle Gründe noch die Angst vor einer Ansteckung dürfen der Begleitung und dem würdevollen Sterben der Kinder im Wege stehen.“

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ansprechpartnerin

© Hermann Bredehorst

Sarah Spitzer

Assistenz Aktuelles

030 65211-1781

[email protected]