03.2014: Familienpolitische Positionierung

30. April 2014
  • Diakonie-Text
  • Kinderarmut
  • Familie und Kinder

Sechs Jahre nach Inkrafttreten von § 8a SGB VIII mit den Regelungen zur "insoweit erfahrenen Fachkraft" hat das Bundeskinderschutzgesetz die bisherigen Regelungen neu gegliedert und klarer formuliert. Dies ist Anlass für die Diakonie, ihre damalige Arbeitshilfe zu aktualisieren.

Familien sind Orte des Vertrauens, der Verlässlichkeit und der Verantwortung füreinander. Sie sind die wichtigste Sozialisations-, Erziehungs- und Bildungsinstanz für Kinder. Sie versorgen kranke, behinderte oder alt gewordene Familienmitglieder und leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Bestehen unserer Gesellschaft.

Dabei wird Familie in ganz unterschiedlicher Weise gelebt. Als Eltern, verheiratet oder unverheiratet mit ihren Kindern, als Väter und Mütter, die ihre Kinder allein erziehen oder als Eltern, die nicht nur ihre Kinder erziehen sondern auch ihre zu pflegenden Angehörigen versorgen.

Vor diesem Hintergrund muss die Frage im Mittelpunkt stehen: Welche Rahmenbedingungen brauchen Familien, um ihr Leben nach eigenen Wünschen und Zielen gestalten zu können.

Aus Sicht der Diakonie sind hierfür folgende Themenkomplexe maßgebend:

  • die wirtschaftliche Sicherung von Familien
  • verlässlich verfügbare und gestaltbare Zeit
  • bessere Möglichkeiten der Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Familienarbeit
  • eine bedarfsgerechte und verlässliche Infrastruktur
  • und soziale Netzwerke sowie eine familienfreundliche Wohnungspolitik

Mit dem vorliegenden Positionspapier leistet die Diakonie Deutschland einen Beitrag zur gegenwärtigen Diskussion um eine sozial ausgewogene Ausgestaltung der familienpolitischen Leistungen.