Von Arbeitsausbeutung bis Menschenhandel

6. August 2015
  • Broschüre
  • Menschenwürdiges Existenzminimum
  • Arbeitsmigration

Grundlagen und Praxistipps für die Beratung

Mitarbeitende von Beratungsstellen der Diakonie und anderer Träger berichten vermehrt von Ratsuchenden, die sehr schlechten Arbeitsbedingungen ausgesetzt sind. Sie erhalten keinen oder nicht den vollen Lohn, sind in heruntergekommenen Immobilien untergebracht und fühlen sich eingeschüchtert oder bedroht. Ganz überwiegend handelt es sich dabei um Frauen und Männer, die nach Deutschland eingewandert sind und hier in ausbeuterischen Beschäftigungsverhältnissen eine Vielzahl von Benachteiligungen und Diskriminierungen erleben. In extremen Fällen verstoßen Arbeitgeber gegen das Strafrecht.

Die Ausbeutung von Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten in Unternehmen, auf Großbaustellen und in Privathaushalten ist durch Medienberichte stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Es werden Zustände beschrieben, die viele in Deutschland nicht für möglich gehalten hätten.

Die vorliegende Handreichung verdeutlicht diese Situation anhand einer Reihe von Praxisbeispielen aus der Arbeit diakonischer Beratungsstellen. Auch haben Praktikerinnen und Praktiker dankenswerterweise ihre Erfahrungen bei der Entstehung der Handreichung eingebracht.