Care-Arbeit: Qualitätsmanagement und Personalarbeit zukunftsfähig und sozialwirtschaftlich denken

6. Januar 2022
  • Broschüre
  • Gesundheit und Pflege
  • Familie und Kinder

Aus der Praxiserfahrung der Diakonie haben wir Thesen für gute Rahmenbedingungen der Care-Arbeit abgeleitet. 

Die COVID-19-Pandemie hat deutlich gezeigt, dass Care-Arbeit unabdingbar ist für die Bewältigung des Alltags und ein Leben in Würde. Nicht nur einzelne Menschen sind und bleiben auf Care-Arbeit angewiesen, sondern auch die Gesellschaft für ihren  Zusammenhalt.  

Die Verfügbarkeit und die Zugänglichkeit professioneller Care-Arbeit sind für uns alle Voraussetzung dafür, ein gutes Leben führen zu können. Egal, ob wir Unterstützung für unsere eigene Gesundheit und sozialen Bedarfe benötigen oder ob wir Hilfe suchen, um diejenigen versorgt zu wissen, für die wir verantwortlich sind: Die Sorge füreinander hält uns alle – Einzelne, Familien, die Gesellschaft – zusammen. 

Care-Arbeit ist die Basis des sozialen Friedens, kurz: Sie ist systemrelevant. Die Diakonie trägt mit ihren Einrichtungen und Unternehmen dazu bei, dass professionelle Care-Arbeit für alle Menschen zugänglich ist – sei es in Tageseinrichtungen für Kinder, in Krankenhäusern, in Pflegeheimen, in den Hilfen zur Erziehung, in den Werkstätten für Menschen mit Behinderung, Beratungsstellen oder Hospizen. 

Care-Arbeit steht aktuell vor zwei großen Herausforderungen. Zum einen müssen die  Rahmenbedingungen für die Qualität von Care-Arbeit zukunftsfest gemacht werden. Zum anderen gibt es einen akuten und sich verschärfenden Fachkräftemangel im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen; hier braucht es dringend Perspektiven für die Mitarbeiter*innen und bessere Arbeitsbedingungen, um neue Fachkräfte gewinnen zu können.