11.04.2011
Zivildienst: Von 1961 bis 2011
Am 10. April 1961 traten die ersten Kriegsdienstverweigerer ihren sozialen Ersatzdienst an. Annähernd eine Million junge Männer haben seither ihren Zivildienst in Diensten und Einrichtungen von Diakonie und evangelischer Kirche geleistet. Die Diakonie ist damit der größte Träger von Zivildienst in Deutschland.
Die Aussetzung der Wehrpflicht zum 30. Juni 2011 besiegelt auch das Ende des Zivildienstes. Der Bundesfreiwilligendienst ersetzt den Zivildienst. Zivildienstleistende, die das wünschen, werden zum 30. Juni 2011 entlassen. Wer möchte, kann seinen Dienst verlängern. Am 15. Dezember 2011 werden dann die letzten spätestens ihren Dienst beenden.
Bundesweit gibt es aktuell noch rund 7.500 Zivildienstplätze in den sozialen Einrichtungen der Diakonie (Stand: März 2011).
Die Diakonie bietet eine breite Palette von Einsatzplätzen für Zivildienstleistende in interessante Arbeitsbereichen und Einsatzorten in ganz Deutschland.
Wer einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung stellt, sollte neben dem richtigen Zeitpunkt der Antragstellung auch die erforderlichen Unterlagen beachten:
- Der formlose, aber unterschriebene Antrag,
- eine ausführliche persönliche Begründung des Antrags, unter Bezug auf § 4 Abs. 3 des Grundgesetzes
- ein ausführlicher Lebenslauf,
Wo gibt es kompetente Beratung?
Das Diakonische Werk der EKD und alle Verwaltungsstellen, sowie die Bundesgeschäftsstelle der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer (EAK) und die Büros der EAK-Mitglieder in den Landeskirchen beantworten Fragen und vermitteln auf Anfrage Anschriften erfahrener Berater und Beistände vor Ort oder in der Region:
Evangelische Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer (EAK)
Bundesgeschäftsstelle
Endenicher Straße 41
53115 Bonn
Telefon (0228) 24999-0
Telefax (0228) 24999-20
E-Mail: office@eak-online.de
Internet: www.eak-online.de
Hotline zur KDV-Beratung:
Montag - Freitag: (0228) 24999-29
Wer einen Zivildienstplatz sucht, sollte sich an die Verwaltungsstellen für den Zivildienst in den Landesverbänden der Diakonie wenden. Dort gibt es ausführliche Informationen zur Einberufung in den Zivildienst, zu freien Zivildienststellen, Sold, Unterbringung oder Verpflegung.


