Über den Tellerrand geblickt - Wir sind Nachbarn.Alle

- Diakonie fördert die Vernetzung sozialer Arbeit im Gemeinwesen.

Screenshot der Website Wirsindnachbarn_alle.de
Diakonie

Wie arbeiten diakonische Einrichtungen und Kirchengemeinden mit verschiedenen Anbietern sozialer Dienstleistungen in der Gemeinde, im Stadtviertel, auf dem Land und in der Stadt erfolgreich zusammen?

Wie gelingt es die Bürgerinnen und Bürger zu beteiligen? Wie kann die Zusammenarbeit von Kirche und Diakonie mit Initiativen und Vereinen, mit Verwaltung, Kindertagesstätten und Schulen nachbarschaftliches Zusammenleben fördern? Diesen Fragen geht die Diakonie Deutschland mit dem Jahresthema "Wir sind Nachbarn. Alle - Für mehr Verantwortung miteinander" nach. In diesem Rahmen wird in fünf Modellregionen in Deutschland die Zusammenarbeit und Vernetzung untersucht. Bei einer Auftaktveranstaltung in Berlin haben die Projekte ihre Arbeit präsentiert.

In Bremen begleitet die Innere Mission gemeinsam mit Kirchengemeinden und weiteren Partnern zum Beispiel Wohnungslose, Menschen mit und ohne Behinderung, Jugendgruppen, Mitglieder unterschiedlicher Glaubensgemeinschaften und Flüchtlinge an verschiedenen Orten der Großstadt.

In Halberstadt verantwortet ein Netzwerk von Diakonie und Kirche unter anderem das Projekt "All together now". Ein wesentlicher Teil sind familienbezogene Angebote wie z.B. Familienberatung, aber auch Freiwilligenagenturen und generationenübergreifende Wohnprojekte werden unterstützt.

In städtischen und ländlichen Bereichen in Hessen haben sich verschiedene Dienste unterschiedlicher Träger mit Kirche und Diakonie zusammengeschlossen, die zum Beispiel Armut bekämpfen und gesellschaftliche Teilhabe fördern. Die Angebote richten sich an Menschen in Armut, Migranten, Langzeitarbeitslose, Kinder und Familien, Alleinerziehende.

Zwischen Rhein, Ruhr und Wupper vernetzen sich Kirchengemeinden und diakonische Unternehmen  mit Kreis- und Kommunalverwaltung, anderen Wohlfahrtsverbänden und politischen Parteien. Sie fördern unter anderem einen Besuchsdienst für Senioren,  ein Café als Treffpunkt, das Cateringangebot eines Integrationsbetriebes sowie ein Zentrum für Frühe Hilfen.

Im Grenzraum Kehl-Straßburg steuert eine Koordinierungsstelle des Diakonischen Werkes, angesiedelt an der Bahnhofsmission zum Beispiel das Inklusionsprojekt "Miteinander zu Tisch". Das deutsch-französische, grenzüberschreitende Projekt bietet Beratung und Begegnung von Prostituierten, die Bahnhofsmission dient als Anlaufstelle für Menschen auf Heimatsuche, die diakonische Beratung von Menschen in existenziellen Notlagen und das Angebot des Diakonischen Werkes für Menschen in psychischen Grenzsituationen.

Die Vernetzungsarbeit der ausgewählten Modellprojekte werden mit jeweils 20.000 EUR gefördert. Bewerben konnten sich diakonische Träger und Einrichtungen, die gemeinsam mit Kirchengemeinden Vernetzungsarbeit leisten. Die Projekte werden bis Mitte 2017 begleitet und die Ergebnisse anschließend ausgewertet. Die Begleitgruppe setzt sich zusammen aus Vertretungen der Landes- und Fachverbände der Diakonie, der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Fachhochschule der Diakonie, der Akademien für Kirche und Diakonie und der Diakonie Deutschland.

"Solidarische Bündnisse sozialen Engagements im sozialen Raum zu fördern ist ein wesentliches Anliegen des Jahresthemas der Diakonie" sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland, "politisch setzen wir uns vor Ort und auf der Bundesebene für die notwendigen Rahmenbedingungen ein."

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Ute Burbach-Tasso, Pressesprecherin