20.04.2010
Tafeln in Daten und Fakten
Berlin (DW EKD) - Die erste Lebensmittelausgabestelle unter der Bezeichnung „Tafel“ entstand 1993 in Berlin. 1995 gründete sich der Bundesverband Deutsche Tafel e.V., der die Bezeichnung „Tafel“ als Markenzeichen schützen ließ.
Heute gibt es 861 Tafeln mit rund 2.000 Ausgabestellen, die sich dem Bundesverband angeschlossen haben. Schätzungen gehen davon aus, dass die Hälfte dieser Tafeln in kirchlicher Trägerschaft ist. Hinzu kommen unzählige konfessionelle und nicht-konfessionelle Projekte, die gleiche oder verwandte Ziele verfolgen, aber auf die Bezeichnung „Tafel“ verzichten.
Bei den im Bundesverband organisierten Tafeln geht man von zirka 40.000 ehrenamtlich Aktiven aus, die damit etwa 90 Prozent der Mitarbeiter stellen. Etwa zehn Prozent sind Ein-Euro-Kräfte, Zivildienstleistende, Teilzeitkräfte und selten auch Vollzeitbeschäftigte. Hochrechnungen sprechen von einer Million Bedürftiger, die durch die Tafeln versorgt werden.
Die Praxis der Tafeln ist trotz der vorgegebenen Grundsätze des Bundesverbandes sehr unterschiedlich. Gemeinsam verfolgen sie das Prinzip, ausschließlich gespendete Lebensmittel zu verteilen und die Bedürftigkeit der Kunden mittels eines schriftlichen Nachweises zu prüfen. Zudem darf das Angebot maximal zwei Euro kosten.

