Stellungnahmen
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27.10.2006
Stellungnahme zum Gesetzentwurf zur Stärkung des Wettbewerbs in der GKV
Solidarität stärken und Ausgleich schaffen - Diakonie nimmt Stellung zur Gesundheitsreform
In einer Stellungnahme zu den Zielen der Gesundheitsreform spricht sich die Diakonie für eine Stärkung der Solidarität zwischen Gesunden und Kranken und gegen eine Zwei-Klassen-Medizin aus.
Sie ruft die Bundestagsabgeordneten auf, den Gesetzentwurf im beginnenden parlamentarische Verfahren daraufhin kritisch zu überprüfen.
Das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland betrachtet die anstehende Gesundheitsreform vor allem aus der Perspektive chronisch kranker, pflegebedürftiger und behinderter Menschen sowie sozial benachteiligter und armer Menschen.
Die Diakonie plädiert in ihrer Stellungnahme für eine verlässliche Mitfinanzierung des Gesundheitsfonds aus Steuermitteln, einen umfassenderen Risikostrukturausgleich, der auch Mehrfacherkrankungen und Behinderungen erfasst, eine wirksame Härtefallregelungen für chronisch kranke Menschen mit geringem Einkommen, Nachbesserungen bei den Maßnahmen zur Ausweitung des Krankenversicherungsschutzes und den Verzicht auf pauschale Budgetabzüge bei Krankenhäusern und Krankenfahrten.
Die Einrichtungen der Diakonie sind in den Bereichen Krankenhaus, Rehabilitation und häusliche Krankenpflege tätig sowie in Arbeitsfeldern der Alten- und Behindertenhilfe, der Sozialpsychiatrie, der Suchtkrankenhilfe und der Schwerstkranken- und Sterbebegleitung (Palliative Care), die in die Gesundheitsversorgung involviert sind. Ausgangspunkt des diakonischen Handelns ist die in der Bibel vielfach beschriebene Aufgabe, Kranken beizustehen, sie nach Möglichkeit zu heilen oder im Sterben zu begleiten.

