Stellungnahmen

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27.06.2011

Blind-PG

Stellungnahme zum Gesetzentwurf zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung

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Berlin (DWEKD) Der Diakonie Bundesverband blickt aus zweierlei Perspektive auf den Bereich der gesundheitlichen Versorgung: Als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege wissen wir zum einen um die Versorgungssituation aus der Perspektive der Leistungserbringer. Zugleich kennen wir aber auch die Sicht der Patientinnen und Patienten, insbesondere aus den Bereichen der Alten- und Behindertenhilfe sowie der Psychiatrie, in denen diakonische Träger stark engagiert sind.

Die Diakonie ist in peripheren ländlichen Regionen ebenso tätig wie in Großstädten und Ballungsräumen. Über ihre Erfahrungen in der ambulanten Pflege kennt sie die Lebenslagen alter Menschen im ländlichen Raum ebenso wie die gesundheitlichen Bedarfe von Familien mit behinderten Kindern. Aus diakonischer Sicht geht es bei dem Erhalt und der Weiterentwicklung der flächendeckenden gesundheitlichen Versorgung nicht nur um die Verteilung der Arztsitze, sondern vielmehr umfassend um eine bedarfsgerechte, sich gegenseitig ergänzende und gut zugängliche Versorgung mit ärztlichen, psychotherapeutischen und (kranken-) pflegerischen Leistungen sowie mit Heil- und Hilfsmitteln.

Vor diesem Hintergrund begrüßt der Diakonie Bundesverband die Zielsetzung des GKV-VSG, empfiehlt zugleich aber, neben der vertragsärztlichen Versorgung den Blick auch auf die ganzheitliche gesundheitliche Versorgung insgesamt zu richten und dabei die ambulanten gesundheitspflegerischen Dienste sowie die Potenziale der sektorenübergreifenden Versorgung stärker einzubeziehen und zu nutzen. Diese Perspektive sehen wir beim GKV-VSG bisher nur unzureichend berücksichtigt.

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