Stellungnahmen
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07.03.2007
Diakonie befürwortet die Ermöglichung diamorphingestützer Behandlung
Das Diakonische Werk der EKD setzt sich gemeinsam mit dem Gesamtverband für Suchtkrankenhilfe (GVS) für die Verbesserung der (Versorgungs-)Situation einer Teilgruppe von Menschen mit schwerer Opiatabhängigkeit ein.
Nach Experteneinschätzung benötigen 5 bis 10 Prozent aller Opiat-abhängigen im differenzierten System der Sucht- und Drogenhilfe das Hilfsangebot der diamorphingestützten Behandlung. Nur so können sie vor einer weiteren dramatischen Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes und sozialer Verelendung bewahrt werden. Alle anderen, sonst praktizierten Möglichkeiten und Wegen sind ausgeschöpft und helfen ihnen nicht mehr.
Das Diakonische Werk der EKD und der Gesamtverband für Suchtkrankenhilfe (GVS) haben sich intensiv mit der so genannten Heroinstudie auseinandergesetzt. Ausgangspunkt gemeinsamer Überlegungen ist die von Gott gegebene unverlierbare Würde jedes Menschen. Vor diesem Hintergrund setzen sie sich für diejenigen ein, deren Leben in Würde bedroht ist, die aus unterschiedlichen Gründen am Rand der Gesellschaft stehen, die soziale Ausgrenzung erfahren und/oder aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung besondere Ressourcen benötigen.
In der unten angehängten Stellungnahme finden Sie die ausführliche Begründung, weshalb beide Verbände die Zulassung von Diamorphin für schwerstabhängige Menschen in engen Grenzen als zusätzliches Medikament befürworten. Denn das Ziel aller Therapie ist es, den Ausstieg aus der Drogenabhängigkeit sowie die größtmögliche gesundheitliche und soziale Stabilisierung der Betroffenen zu erreichen.

