Adressen von Beratungsstellen
AG zu Prostitution und Menschenhandel im DW EKD
Handeln gegen Zwangsprostitution
Hilfeangebote der Diakonie
Irina - Stationen eines Alptraums
Männer tragen Verantwortung
Woran man Zwangsprostituierte erkennt
Prositution und Menschenhandel
Die Lebenssituation von Frauen und Mädchen in der Prostitution ist oft von großer Not gekennzeichnet: Sie erleiden Gewalt durch Zuhälter und Freier, werden ausgebeutet, entwürdigt und gesellschaftlich ausgegrenzt. Hohe gesundheitliche Risiken und Krankheiten gehören ebenso zu ihrem Alltag wie Abhängigkeiten verschiedenster Art.
Zwangsprostitution
Viele Prostituierte sind Opfer von Menschenhandel. Deutschland ist eines der Hauptzielländer für den internationalen Frauenhandel. Die Nachfrage der Männer in Deutschland nach ausländischen, "exotischen" Prostituierten ist groß.
Mit falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt, werden sie mit physischer und psychischer Gewalt zur Prostitution gezwungen. Ohne Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung sind sie weitgehend rechtlos. Bei Razzien werden ausländische Prostituierte oft als "Illegale" verhaftet und abgeschoben. Zwar dürfen Opfer von Menschenhandel nicht in Haft genommen werden, das setzt aber voraus, dass die Polizei sie als solche erkennt.
Bei Vernehmungen schweigen die Frauen häufig. Teils aus Scham, teils weil sie die Menschenhändler fürchten. Deren Kontakte und Möglichkeiten reichen bis in das soziale Umfeld der Frauen in ihren Herkunftsländern.
Männer tragen Verantwortung
Zur wirksamen Prävention von Menschenhandel gehört, dass Männer sich ihrer Verantwortung bewusst werden. Ihre Rolle bei Prostitution und Menschenhandel wird selten thematisiert. Jeder Freier muss sich im Klaren sein, dass er mit seiner Nachfrage nach käuflichem Sex den Markt schafft, der sich ohne Skrupel auch des Menschenhandels bedient.
Doch Freier können Verantwortung zeigen, indem sie der Gewalt im Milieu entgegentreten und bei Verdacht auf Menschenhandel eine Beratungsstelle oder die Polizei informieren.
Diakonie hilft
Seit über 80 Jahren bieten die Beratungsstellen der Diakonie und der evangelischen Kirche individuelle Hilfen wie Beratung, Ausstiegs- und Überlebenshilfen, Rechtsbeistand sowie seelsorgerliche Begleitung für Prostituierte und Opfer von Menschenhandel an. In Kooperation mit Polizei und Justiz, durch eine präventive Öffentlichkeitsarbeit und die Zusammenarbeit mit ökumenischen Partnern in den Herkunftsländern bemühen sie sich, die Probleme umfassend anzugehen.
TV-Spot "Krystina"
"Krystina"
Krystina sitzt vor einer Spiegelkommode und wartet auf "Freier". Sie ist noch ein Kind. Erst vor wenigen Minuten spielte sie mit anderen Mädchen ihres Alters im Hof. Auf den Zuruf einer Frau aus dem Fenster einer Mietskaserne trennte sie sich folgsam von ihren Spielkameradinnen und ging ins Haus. weiter
"Lilja 4-ever" - ein Film von Lukas Moodyson
"Lilja 4-ever"
"Eigentlich sollte es ein Film über die Mildtätigkeit Gottes werden, doch dann nahm die Realität ihren Lauf und er wurde etwas ganz Anderes. weiter

