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Woran man Zwangsprostituierte erkennt
"Lilja 4-ever"
ein Film von Lukas Moodyson
"Eigentlich sollte es ein Film über die Mildtätigkeit Gottes werden, doch dann nahm die Realität ihren Lauf und er wurde etwas ganz Anderes.
Es wurde ein Film über zwei Kinder, Lilja und Volodya, die in einem Land leben, das einst ein Teil der mächtigen Sowjetunion war und das jetzt in Trümmern liegt. Es wurde ein Film über das Verlangen, woanders zu sein, alles zurückzulassen, darüber, allein zurückgelassen zu werden, über reiche Leute, die glauben, daß man alles kaufen kann, über arme Leute, die dazu gezwungen sind, ihren ganzen Besitz zu verkaufen (außer ihrem Herzen), über Dinge, die weit entfernt passieren und über Dinge, die auf der Strasse, in der ich lebe, passieren, über Hustensaft und Klebstoff, über Basketball, über Britney Spears, darüber, wie man seinen Namen in eine Sitzbank ritzt, damit alle sehen können, daß man existiert, darüber, wie es ist, wenn man angespuckt wird, über das Aufgeben, über den Tod, über eine Freundschaft, die niemals enden wird, über eine Kerze, die nie verlöschen wird. Und vielleicht auch ein bisschen über die Mildtätigkeit Gottes – trotz der Tatsache, daß Gott ja niemals auf Liljas Gebete antwortet.
Lukas Moodysson
Die 16-jährige Russin Lilja ist auf der Suche nach einem besseren Leben. Wie viele ihrer Altersgenossen träumt sie davon, ihr Land und ihr Leben in Armut und Not zu verlassen. Dabei fällt sie in die Hände eines professionellen Menschenhändlerrings. Nach Schweden eingeschleust, wird sie zur Prostitution gezwungen.
Als Vorfilm wurde der Diakonie-TV-Spot gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel „Krystina“ gezeigt. Der Spot von Nikolai Karo zeigt die erschreckende „Normalität“.

