Projekt „Wendepunkte im Leben“ gewinnt den innovatio-Sozialpreis

- Das Projekt „Wendepunkte im Leben - Wir sind für Sie da“ des katholischen Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara in Halle an der Saale gewinnt den innovatio 2015.

Krankenhausseelsorger betet für eine Familie mit ihrem neugeborenem Kind
Wendepunkte im Leben - das Siegerprojekt des innovatio 2015 caritas.de

Haupt- und Ehrenamtliche begleiten gemeinsam mit anderen Kooperationspartnern Menschen an Wendepunkten in ihrem Leben: zum Beispiel bei der Geburt eines Kindes, bei sozialen Problemlagen, beim Erwachsenwerden oder bei Trauer.

Auf der Entbindungsstation des Krankenhauses können junge Eltern ihr Neugeborenes segnen lassen. Dieses Angebot wird auch von Eltern, die nicht konfessionell gebunden sind, gerne angenommen. In Geburtsvorbereitungskursen und in einem speziellen Neugeborenenscreening versucht man soziale Problemlagen der Familien früh zu erkennen und durch Hilfeangeboten aufzufangen. Jugendliche werden fünf Monate lang auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden begleitet. Dieses Angebot endet mit einer Feier der Lebenswende, die in diesem Jahr an 17 Orten in Halle mit  500 jungen Menschen stattfanden. Das Trauerzentrum des Krankenhauses ist zu einer festen überörtlichen Institution der Stadt gewachsen.

„Im Einzugsgebiet des Krankenhauses gehören nur wenige Menschen einer Kirche an. Das Angebot "Wendepunkte" richtet sich ganz besonders an Menschen, die nicht konfessionell oder religiös gebunden sind und geht über den eigentlichen Versorgungsauftrag eines Krankenhauses hinaus“, betont Caritas-Präsident Peter Neher.

„Wir prämieren heute ein Projekt, das eine überzeugende und umfassende Begleitung von Menschen gewährleistet, die besonders prägende biographische Wendepunkte  im Krankenhaus erleben dürfen oder müssen: glückliche Augenblicke bei der Geburt genauso wie traurige Momente und Stunden der Trauer und des Abschieds werden im Projekt "Wendepunkte im Leben - Wir sind für Sie da" einfühlsam, situationsgerecht und menschenzugewandt wahrgenommen und begleitet“, sagt Diakonie-Präsident Lilie in seiner Laudatio.

Der Sozialpreis innovatio wird in diesem Jahr zum zehnten Mal verliehen. Seit 1998 haben sich weit mehr als 1.000 Projekte um den innovatio-Sozialpreis beworben. Die zehn besten Projekte werden zur Preisverleihung nach Berlin eingeladen.

Bewerben können sich Projekte aus Diakonie und Caritas, die sich drängender sozialer Probleme annehmen und innovative Lösungen entwickelt haben.

Schirmherren sind die Präsidenten des Deutschen Caritasverbandes und der Diakonie Deutschland, Peter Neher und Ulrich Lilie. Das Preisgeld in Höhe von insgesamt 28.000 Euro wird durch die Versicherer im Raum der Kirchen, Bruderhilfe - Pax - Familienfürsorge,  gestiftet. Gefördert wird der innovatio durch chrismon - Das evangelische Magazin und die Bank im Bistum Essen.

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Ute Burbach-Tasso, Pressesprecherin