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19.01.2012

Herr W. wird von seiner Frau Zuhause betreut.

Zentrale Fragen der Pflegereform weiterhin nicht geklärt

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Berlin (Diakonie) - Zu den gestern veröffentlichten Details der geplanten Pflegereform weist Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier am Donnerstag kritisch darauf hin, dass zentrale Fragen wie die Umsetzung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs, weitergehende Entlastungen für pflegende Angehörige und verbesserte Arbeitsbedingungen für Mitarbeitende in Einrichtungen und Diensten offenbar verschoben würden.

„Die geplanten Leistungsverbesserungen in der häuslichen Pflege sind dringend notwendig, insbesondere für dementiell erkrankte Menschen und ihre pflegenden Angehörigen. Dass die pflegenden Angehörigen stärker unterstützt werden, kommt dem Wunsch vieler pflegebedürftiger Menschen entgegen, so lange wie möglich zu Hause und in der Familie zu bleiben“, sagt Stockmeier. Allerdings sei gerade bei fortschreitender Demenz ein Umzug ins Pflegeheim häufig unvermeidbar. Deshalb dürften die stationären Pflegeeinrichtungen bei der Reform nicht vergessen werden.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr hat gestern in einer Pressekonferenz Details zur geplanten Pflegereform vorgestellt. Das Ministerium plant Leistungsverbesserungen für Menschen mit Demenz in der häuslichen Pflege, Verbesserungen für pflegende Angehörige bei der Inanspruchnahme von Kurzzeitpflege und auch verstärkte Förderung von ambulant betreuten Wohnformen.

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Ute Burbach-Tasso, Pressesprecherin

Telefon 030 83001-130
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