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26.11.2003

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Wichern-Preis für Brücke zwischen Theologie und Ökonomie
Diakonie ehrt zum sechsten Mal Wissenschaftler für herausragende Leistungen

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Berlin - Gleich an zwei Preisträger verlieh die Diakonie am Mittwoch in Berlin den "Johann-Hinrich-Wichern-Preis für Kybernese": Dr. Daniel Dietzfelbinger und Dr. Jochen Teuffel wurden als Herausgeber der Publikation "Heils-Ökonomie?" ausgezeichnet.

Das Buch enthält wirtschaftsethische Reflexionen einer jüngeren Generation von Theologinnen und Theologen, die überwiegend in verantwortlichen Positionen der Wirtschaft tätig sind.
Beide Wissenschaftler hätten mit ihrer Publikation eine neue Diskussion über die Beziehung von Ökonomie und Theologie eingeleitet, betonte Diakonie-Präsident Dr. h.c. Jürgen Gohde in seiner Einführungsrede. Die Diakonie käme heute nicht ohne ein ordentliches ökonomisches Management aus. Sie müsse sich sowohl auf dem umstrittenen Spendenmarkt professionell behaupten als auch in den Pflegesatzverhandlungen für menschenwürdige Rahmenbedingungen eintreten, erklärte Gohde. Das diakonische Profil sei geprägt durch das Mitaneinander von ökonomischer Vernunft, fachlicher Professionalität und diakonischen Auftrag.

In seiner Laudatio betonte Professor Dr. Alfred Jäger von der Kirchlichen Hochschule Bethel, Bielefeld, es sei den Preisträgern mit ihrer Publikation gelungen, neue Brücken zwischen Theologie und Ökonomie zu bauen. Mit dem Preis wollten die Stifter sie ermutigen, weitere Schritte auf dem Weg einer "Wirtschaftsethik in theologischer Perspektive" zu wagen.

Der 35-jährige Theologe Dietzfelbinger leitet das Referat "Technik und Gesellschaft" in der Unternehmenskommunikation der MAN AG in München, der 39-jährige Teuffel ist Dozent für Systematische Theologie am Lutheran Theological Seminar in Hongkong. Vor seiner Promotion hat er als Assistent der Geschäftsleitung bei der Thermomess Wärmemessdienst GmbH in Wasserburg gearbeitet.

Mit dem mit 15.000 Euro dotierten Preis zeichnet die Diakonie jährlich Wissenschaftler für herausragende Leistungen aus, die sich praxisbezogen mit Unternehmensstrukturen in Kirche und Diakonie beschäftigen. Stifter des Preisgeldes sind die Stiftung Alfred Jäger für Diakonie, die Diakonische Akademie Deutschland sowie 16 weitere diakonische Einrichtungen. Der Wichern-Preis wurde 2003 zum sechsten Mal verliehen.

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