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19.12.2002

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Überlebenshilfe für Obdachlose
Diakonie verzeichnet starken Anstieg bei Notübernachtungen

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Berlin - "Gerade im Winter muss obdachlosen Menschen unbürokratisch geholfen werden", fordert der Präsident des Diakonischen Werks, Pfarrer Jürgen Gohde. ...

In den Einrichtungen der Diakonie sei seit einigen Monaten ein starker Anstieg bei Notübernachtungen zu verzeichnen. Dies liege zum einen an zunehmenden sozialen Notlagen bei Langzeitarbeitslosen, zum anderen an der kalten Witterung.
Bereits in den vergangenen Jahren sind im Winter zahlreiche obdachlose Menschen erfroren, und auch in den vergangenen Tagen gab es die ersten Kältetoten. "Jetzt ist Überlebenshilfe angesagt", betonte Gohde. "Viele Kirchengemeinden öffnen ihre Türen für Notunterkünfte und Nachtcafes." Doch auch andere Akteure müssten mithelfen. Kurzfristige Hilfen seien beispielsweise durch die unbürokratische Öffnung von Bahnhöfen und U-Bahnstationen möglich.

In besonderem Maße verantwortlich sei jedoch die lokale Politik: "Alle Menschen haben den Anspruch auf eine Notunterkunft. Doch leider verhalten sich manche Kommunen grob rechtswidrig und riskieren dabei, dass obdachlose Menschen erfrieren", erläuterte der Diakonie-Präsident. "Ob jemandem geholfen wird oder nicht, darf jedoch nicht von der Gnade einer Verwaltung abhängen. Es geht um die Verwirklichung elementarer Menschenrechte in unserem Land und damit um die Achtung der Würde aller Menschen."

Rund 40 Prozent der bundesdeutschen Wohnungslosenhilfe findet unter der Trägerschaft der Diakonie statt, deren Fachverband die Evangelische Obdachlosenhilfe ist.

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