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28.11.2007

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Projekt zur Berufsbefähigung für Kinder gewinnt "innovatio 2007"
Sozialpreis unterstützt Arbeit in sozialem Brennpunkt in München

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Berlin (DW EKD) Der mit 13.000 Euro dotierte Sozialpreis innovatio wird heute in Berlin an das Projekt "Pro 10 - Berufsbefähigung für Kinder ab 10 Jahren" des Lichtblick Hasenbergl (München) verliehen.

Aus 139 Bewerbungen hatte eine Jury zehn Projekte ausgewählt und zur Preisverleihung nach Berlin eingeladen.

Hasenbergl-Nord ist der soziale Brennpunkt Münchens. Kinder und Jugendliche, die hier aufwachsen, sind stark benachteiligt. Sie können oft keine persönlichen und beruflichen Perspektiven entwickeln und sind gefährdet, in Sucht, Kriminalität und lebenslange Abhängigkeit von staatlichen Hilfen abzurutschen. Das Projekt "Pro 10" von Lichtblick Hasenbergl, einer Einrichtung der katholischen Jugendfürsorge der Erzdiözese München, steuert dem mit einer intensiven, auf Ausbildung und Beruf ausgerichteten Förderung entgegen. Das Besondere daran ist, dass diese sich bereits an Kinder ab zehn Jahren richtet. Gemeinsam mit Ehrenamtlichen aus Münchner Unternehmen werden Kontakte und Erfahrungen in der Arbeitswelt vermittelt. So werden diesen Kindern Chancen auf ein eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Leben eröffnet.

In seiner Laudatio sagte Klaus-Dieter Kottnik, der Präsident des Diakonischen Werkes der EKD: "Das Projekt "Pro 10" greift ein Thema auf, das zu einem Inbegriff der Erreichung von Chancengleichheit in unserem Lande geworden ist: Bildung und Ausbildung!" Angesichts des großen Nachholbedarfs in Deutschland bei der Durchlässigkeit und Flexibilität des Schulsystems seien alle in unserer Gesellschaft aufgerufen, hier kreativ mitzuwirken und Verantwortung zu übernehmen.

"Pro 10" gelinge es in hervorragender Weise, für benachteiligte junge Menschen ein Netzwerk an Angeboten zu knüpfen, die das Ziel haben, ihnen durch Bildung und Ausbildung Perspektiven zu eröffnen. Das Wissen über Berufe und Zugangsvoraussetzungen habe sich bei den Kindern und Jugendlichen erhöht, durch die Motivation zum eigenen Beruf hätten sich schulische Leistungen verbessert.

Der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Peter Neher, zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Projektideen und Konzepte. "Diese Projekte machen deutlich, dass die soziale Arbeit der Kirchen in Deutschland zum solidarischen Miteinander in dieser Gesellschaft beiträgt. Menschen in schwierigen Lebenslagen werden dabei unterstützt, das eigene Leben wieder selbstbestimmt gestalten zu können."

Der Sozialpreis innovatio wurde in diesem Jahr zum sechsten Mal verliehen.

Bewerben konnten sich Projekte aus Diakonie und Caritas, die sich drängender sozialer Probleme annehmen und innovative Lösungen entwickelt haben. Schirmherren sind die Präsidenten von Caritas und Diakonie, Peter Neher und Klaus-Dieter Kottnik. Das Preisgeld stiftet die BRUDERHILFE - PAX - FAMILIENFÜRSORGE, Versicherer im Raum der Kirchen. Der Sozialpreis innovatio wird gefördert vom evangelischen Magazin Chrismon.

Kontakt:
Claudia Beck, Pressesprecherin des Deutschen Caritasverbandes,
Telefon: (030) 284447-43; E-Mail: pressestelle@caritas.de

Ute Burbach-Tasso, stellv. Pressesprecherin des Diakonischen Werkes der EKD,
Telefon: (030) 83001-130; E-Mail: pressestelle@diakonie.de

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