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30.11.2001

Blind-PG

Prävention bei Jugendlichen verstärken
Verbesserte Lebensbedingungen für Menschen mit HIV und Aids schaffen

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Berlin - Das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland fordert anlässlich des Welt-Aids-Tages eine Neukonzeption der HIV-Präventionspolitik,

um besonders Jugendliche und junge Erwachsene wirksamer über die Ansteckungswege zu informieren. Zudem schließt sich der Verband der Aufforderung der Vereinten Nationen an, weltweit verstärkt für die Würde und Rechte der Menschen einzutreten, die mit HIV/Aids leben. Jede Stigmatisierung und Diskriminierung ist zu verhindern. Als wirksame Strategie zur Prävention sollen grundlegende Ursachen für die Verbreitung des Virus benannt werden. Diakonie-Präsident Jürgen Gohde: "Um Aids zu verhindern, ist es lebensnotwendig, das Schweigen zu Themen der Sexualität zu brechen. Das Selbstbestimmungsrecht der Frauen ist zu stärken und Männer müssen ihr Rollenverständnis ändern."
Die Diakonie fordert die Präventionsarbeit durch zielgruppenspezifische Veranstaltungen und die Zusammenarbeit mit Schulen und Jugend-Einrichtungen und Organisationen zu verstärken. Zudem müssen Sozialberatungen aufgebaut werden, um einer Verschlechterung der materiellen Lebensbedingungen von Menschen mit HIV und Aids entgegenzuwirken bzw. um individuelle Maßnahmen zur Verbesserung der aktuellen Lebenssituation zu entwickeln.
Die Diakonie verzeichnet in ihren Beratungsstellen eine verstärkte Nachfrage ratsuchender Paare. Partnerschaften werden durch die mögliche oder erfolgte HIV-Infektion oder Aids-Erkrankung eines oder beider Partner vor große Anforderungen gestellt. Die daraus folgenden psychischen Belastungen erfordern eine kontinuierliche und qualifizierte Beratung und Begleitung.
Viele Menschen, die durch eine Aids-Erkrankung erwerbsunfähig wurden, sehen sich häufig dramatisch verschlechterten Lebensbedingungen gegenüber, die zu psychischen Beeinträchtigungen führen. Gerade hier sind verstärkt Beratungsgespräche in kürzeren Abständen erforderlich. Zudem informieren sich immer mehr Menschen vor einer Entscheidung für eine antiretrovirale Therapie in einer Beratungsstelle intensiv über die Vor- und Nachteile einer solchen Therapie.
Das zur ökumenischen Diakonie gehörende Werk "Brot für die Welt" hat seit Jahren die weltweite Förderung von Projekten und Programmen zum Themenbereich HIV/AIDS als Schwerpunkt definiert. In diesem Jahr wurde das Engagement zur Bekämpfung der Pandemie insbesondere in Afrika südlich der Sahara verstärkt und fünf Millionen DM wurden dafür zur Verfügung gestellt.

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Ute Burbach-Tasso
Pressesprecherin

Telefon: (030) 83001-130
E-Mail: pressestelle(at)diakonie.de

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