04.11.2004
Partner mit Menschenliebe in der Hauptstadt
Bundesfamilienministerin begrüßt Diakonie in Berlin
Bundesfamilienministerin Renate Schmidt heißt das Diakonische Werk am Regierungssitz Berlin willkommen. "Mit der Eröffnung der Dienststelle in Berlin zieht ein weiterer Partner mit Menschenliebe, Bodenhaftung und Sachkenntnis in die Hauptstadt", so Renate Schmidt.
Die räumliche Nähe sei ein notwendiges Zusammenrücken, welches eine "gemeinsame verlässliche Basis" schaffe, auch kritische Fragen vertrauensvoll zu erörtern. Beispiele für gute Zusammenarbeit zwischen Bundesfamilienministerium und Diakonie seien die Zivildienstkommission und die Kooperationsgespräche für Zusatzjobs von Beziehern des Arbeitslosengeldes II.
In Bezug auf die Umzugsgeschichte sagt Schmidt: "Modernisierung heißt immer auch, Vertrautes zu Gunsten des noch Unbekannten zu opfern. In diesem Prozess haben Menschen das Bedürfnis nach Zugehörigkeit, nach Stabilität, Geborgenheit, Verlässlichkeit und Vertrauen." Diese Werte seien heute mehr denn je mit Familie verbunden, auch wenn Familie heute sehr viel unterschiedlicher gelebt werde als in vergangenen Jahrzehnten, so Schmidt.
Sitz der Berliner Repräsentanz der Diakonie neben Stuttgart und Brüssel ist ein in der Wilhelminischen Ära erbauter Gebäudekomplex am Reichensteiner Weg in Berlin-Dahlem. Das Gebäude wurde 1909 für den Vorläufer des Diakonischen Werkes, den "Central-Ausschuß der Inneren Mission", erbaut. Die Umbaukosten der beiden Häuser sowie des angrenzenden Archivgebäudes mit einer Gesamtfläche von 5800 Quadratmetern für 126 Arbeitsplätze belaufen sich auf 5,7 Millionen Euro. In Berlin sind neben dem Präsidialbereich vor allem die neu gebildeten sozialpolitischen Zentren angesiedelt: das Zentrum für Gesundheit, Rehabilitation und Pflege (GRP) und das Zentrum für Familie, Integration, Bildung und Armut (FIBA).

