28.11.2003
"Krystina" und "Lilja 4-ever" im Kino
Diakonie-Spot gegen Zwangsprostitution deutschlandweit in den Kinos
Berlin - Der Diakonie-Spot "Krystina" gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel wird ab Donnerstag deutschlandweit vor dem Film "Lilja 4-ever" gezeigt.
Der Diakonie-Spot "Krystina" gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel wird ab Donnerstag deutschlandweit vor dem Film "Lilja 4-ever" gezeigt.
Spot und Kinofilm starten am 4. Dezember 2003 in den Programmkinos. In "Lilja 4-ever" erzählt der schwedische Star-Regisseur Lukas Moodysson das Schicksal einer 16-Jährigen. Unter falschen Versprechungen wird sie aus Russland nach Schweden gelockt und dann zur Prostitution gezwungen.
Diakonie-Präsident, Pfarrer Dr. h.c. Jürgen Gohde: "Wir begrüßen diesen Film sehr. Er unterstreicht auf eindrucksvolle Art die Notwendigkeit des Hilfesystems der Diakonie für die Opfer von Zwangsprostitution und Menschenhandel und fordert alle gesellschaftlichen Kräfte dazu auf, wahrzunehmen, was den Frauen und Mädchen geschieht, verantwortlich entgegen zu steuern und die Hilfen für sie zu organisieren."
Insbesondere in Tschechien, Moldawien, Russland, der Ukraine, Rumänien, Polen und Bulgarien hat sich in den vergangenen Jahren ein organisierter Handel mit Mädchen und Frauen Richtung Westeuropa entwickelt. Nach EU-Schätzungen werden jährlich zwischen einhundert- und fünfhunderttausend Mädchen und Frauen über die Grenzen gebracht. Deutschland ist dabei nicht nur eines der zentralen Zielländer, sondern auch eines der Hauptdurchgangsländer.
Das Diakonische Werk der EKD bietet betroffenen Mädchen und Frauen konkrete Hilfe an. Zum einen unterstützen deutschlandweit 21 Beratungsstellen die Opfer von Menschenhandel und Prostitution. Zum anderen hilft die Aktion "Hoffnung für Osteuropa" den Frauen vor Ort in den Herkunftsländern und leistet Aufklärungs- und Präventionsarbeit.
Mit dem Spot vor dem Film "Lilja 4-ever", macht die Diakonie auf ihre Hilfsangebote aufmerksam. Der Diakonie-Spot endet mit einem Spendenappell. Die eingeworbenen Mittel helfen den Beratungsstellen ihre Arbeit mit den Betroffenen zu sichern.
Weitere Informationen unter http://www.diakonie-menschenhandel.de/.

