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27.05.2010

Klaus Pritzkuleit

Geschäftsführer der Diakonischen Arbeitsgemeinschaft Klaus Pritzkuleit verstorben

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Berlin, (DW EKD) - Plötzlich und unerwartet ist Klaus Pritzkuleit, der Geschäftsführer der Diakonischen Arbeitsgemeinschaft evangelischer Kirchen, im Alter von 59 Jahren verstorben.

Pritzkuleit, der zugleich stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses Ökumenische Diakonie war, erlag am Freitag, den 21.Mai einem Herzinfarkt. „Mit Klaus Pritzkuleit verlieren wir einen engagierten und beliebten Mitarbeiter. Er hat dafür gesorgt hat, dass die freikirchliche Stimme in der Ökumene zu hören war“, würdigt Diakonie-Präsident Klaus-Dieter Kottnik die Tätigkeit von Pritzkuleit. Er habe viel für das vertrauensvolle Zusammenwirken mit den Freikirchen innerhalb der Diakonie und der Aktion Brot für die Welt bewirkt.

Pritzkuleit war seit 2000 Geschäftsführer der Diakonischen Arbeitsgemeinschaft. Sie ist das Verbindungsgremium zwischen dem Diakonischen Werk der EKD und der diakonischen Arbeit der Freikirchen. Aufgabe der Diakonischen Arbeitsgemeinschaft ist die Abstimmung und Koordination gemeinsamer Aktivitäten. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Ökumenische Diakonie - Brot für die Welt, Diakonie Katastrophenhilfe und Hoffnung für Osteuropa. Pritzkuleit gehörte dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden an.
 
Geboren und aufgewachsen in Grevesmühlen in Mecklenburg-Vorpommern wurde Pritzkuleit aus „weltanschaulichen Gründen“  nicht zur Erweiterten Oberschule in der DDR zugelassen. Nach einer  Ausbildung zum Maschinenbauer absolvierte er die Sonderreifeprüfung und erhielt eine Zulassung zum Hochschulstudium. Vom Studium wurde er ausgeschlossen, weil er den Wehrdienst verweigert hat. Er wurde „Bausoldat“ - die einzige Möglichkeit, in der DDR den Dienst an der Waffe zu verweigern.  Durch ein theologisches Fernstudium qualifizierte er sich zum ehrenamtlichen Mitarbeiter in Kirche und Gemeinden.

1979 wurde er hauptamtlicher geschäftsführender Referent für Jugendarbeit  im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in der DDR, 1985 Abteilungsleiter  in der Bundesgeschäftsstelle. Seine Aufgaben führten ihn nach Ost- und Westeuropa und Übersee. Nach seinen Tätigkeiten als Ausländerreferent der Evangelischen Kirche in Deutschland in den östlichen Gliedkirchen und Beauftragter für Ausländerseelsorge der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen zur Überwindung von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt wurde er zum Geschäftsführer der Diakonischen Arbeitsgemeinschaft berufen.

Viele Jahre begleitete Pritzkuleit als Mitglied im Ausschuss für Ökumenische Diakonie die Arbeit der evangelischen Spendenaktion Brot für die Welt. Dieses Aufsichtsgremium entscheidet über die Projektmittelanträge von Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe und verantwortet die strategische Ausrichtung beider Aktionen. Zuletzt war Pritzkuleit stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses. Er war außerdem Mitglied im Ökumenischen Stipendienkomitee, einem gemeinsamen Gremium von Ökumenischer Diakonie und Evangelischen Entwicklungsdienst. Es verwaltet verschiedene Stipendienprogramme vor allem für ausländische Studierende.

Klaus Pritzkuleit hinterlässt eine Frau  und zwei erwachsene Kinder. Die Beisetzung findet am 7. Juni 2010 um 11 Uhr auf dem Friedhof Berlin-Biesdorf statt.


Für Rückfragen und weitere Informationen
Ute Burbach-Tasso, Pressesprecherin
Telefon (030) 83001-130, E-Mail: pressestelle@diakonie.de

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