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04.03.2010

Zivildienstleistender beim Singen im Sprachheilkindergarten

Diakonie will unter Dreijährige optimal fördern

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Berlin (DW EKD) - „Die Diakonie setzt sich für den qualitativen und quantitativen Ausbau der Betreuung von Kindern unter drei Jahren ein“, sagte Kerstin Griese, Vorstand Sozialpolitik im Diakonie Bundesverband am Donnerstag in Berlin.

Ein Betreuungsgeld würde aus Sicht der Diakonie dazu beitragen, dass familiäre Erziehung und Angebote der Kindertagesbetreuung gegeneinander ausgespielt werden. „Es geht nicht darum, wer es besser kann oder wo das Kind besser aufgehoben ist. Es geht darum, dass  alle Kinder optimal gefördert werden“, so Griese.

Das Betreuungsgeld stelle besonders ärmere Familien vor eine unzumutbare Wahl. „Hier werden Kinder aus armen Familien benachteiligt, indem die Entscheidung für oder gegen eine Betreuungsform von finanziellen Anreizen abhängig gemacht wird. Betroffen sind vor allem Kinder von Alleinerziehenden, Kinder mit Migrationshintergrund sowie Kinder mit mehreren Geschwistern“, hob Griese hervor. „Gerade diese Familien benötigen eine Vielzahl unterstützender Angebote und sie müssen selber entscheiden, was für sie und ihr Kind am besten geeignet ist.“

Neben der Wahlmöglichkeit von Betreuungsangeboten geht es der Diakonie vor allem um die qualitative Gestaltung des Ausbaus der Betreuung und Bildung von Kindern unter drei Jahren. Zwei neue Publikationen der Diakonie bieten Trägern und Kindertageseinrichtungen Orientierung bei der konzeptionellen Weiterentwicklung der Kinderbetreuung und der Professionalisierung des Erzieherinnenberufs.

Hintergrund ist die öffentliche Debatte über den „Ausbau U 3“ und das Betreuungsgeld. Angesichts ihrer finanziellen Situation haben kommunale Spitzenverbände Sorge geäußert, wie geplant bis zum Jahre 2013 die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren zu erreichen.

Die beiden  Publikationen, die unter anderem in Zusammenarbeit mit der Bundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder entwickelt wurden, finden sich auf der Diakonie-Homepage unter

Das Diakonische Werk der EKD ist ein Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege und vertritt die Diakonie der Evangelischen Kirchen und der mit dem Werk zusammenarbeitenden Freikirchen gegenüber der Bundesrepublik Deutschland und in
in- und ausländischen Organisationen. Bundesweit sind rund 27.300 diakonische Einrichtungen unter anderem in der Arbeit für ältere, behinderte und sozial benachteiligte Menschen engagiert. 450.000 Menschen sind hauptamtlich in diakonischen Einrichtungen beschäftigt. Damit ist die Diakonie einer der größten Arbeitgeber in Deutschland. Die Arbeit wird unterstützt von 400.000 Ehrenamtlichen.

Für Rückfragen und weitere Informationen
Ute Burbach-Tasso, Pressesprecherin
Telefon (030) 83001-130, E-Mail: pressestelle@diakonie.de

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