10.03.2008
Diakonie-Stiftung soll Wege zu Förderung innovativer sozialer Projekte öffnen
Diakonie-Präsident Kottnik und Schirmherr Lothar Späth stellen neue DWEKD-Bundesstiftung vor
Berlin (DW EKD) „Ziel unserer neu gegründeten Stiftung ist es, das große Potenzial neuer Ideen im sozialen Bereich mit dem Engagement von Unternehmern zu verbinden“, so erläutert Diakoniepräsident Klaus-Dieter K. Kottnik in Berlin
Die Stiftung soll innovative Konzepte für die Verbesserung der Situation von Kindern aus Not leidenden Familien sowie von alten, behinderten oder bedürftigen Menschen fördern. „Mit dieser neuen Organisationsform möchten wir über unsere Tagesarbeit hinaus Beispiele setzen“, so Kottnik.
Schirmherr der Stiftung ist Lothar Späth, der gemeinsam mit Klaus-Dieter Kottnik bei Unternehmern dafür wirbt, Gründungsstifter zu werden. Bis zum Jahresende 2008 soll durch Zustiftungen das Startkapital von 500.000 Euro verdoppelt werden. „Unternehmer können als Gründungsstifter dort investieren, wo sonst kein Geld für eine Verbesserung der Situation bedürftiger Menschen vorhanden wäre“, sagt Lothar Späth, der als Schirmherr der Stiftung bei Unternehmern wirbt.
„Das Bewährte mit visionären Konzepten anzureichern, hier liegt eine große Chance für die Zukunft, wenn wir weiterhin Menschen, die uns brauchen, verlässlich unterstützen wollen“, umschreibt Kottnik weiter das Projektziel. Gemeinsame Projekte von Studenten mit Menschen, die psychisch krank sind oder Ämter- und Ärztelotsen für Hilfsbedürftige, die besondere Zuwendung benötigen, sind Beispiele für neue Ideen.
Anlässlich der Ankündigung der Stiftungsgründung am Ort eines innovativen Projekts unter dem Dach der Diakonie – MüfüMü in Berlin-Moabit – stellt Diakonie-Präsident Kottnik fest: „Wir erhoffen von der Diakonie-Stiftung, dass sie unter anderem die Versäumnisse eines verlorenen Jahrzehnts der Integration lindern helfen wird. Hier gibt es noch viel zu tun.“, so Kottnik. „Ich schätze mich glücklich, Sie heute im Brennpunkt eines Integrationsprojektes begrüßen zu können, das ich für vorbildlich halte. Mehr als das: Wir sollten alles dafür tun, dass MüfüMü zum Pilotprojekt Berlin-weit und bundesweit für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund wird.“
Die Diakonie ist mit rund 450.000 Mitarbeitern und ebenso vielen freiwilligen Helfern einer der größten Wohlfahrtsverbände. Die Stiftung wird das Erfahrungspotenzial der Mitarbeiter fruchtbar machen, Anregungen für Neues aufgreifen und diese mit der notwendigen Starthilfe versehen.
Diakonisches Werk der EKD e.V.
Barbara-Maria Vahl, Pressesprecherin

