10.03.2010
Diakonie setzt sich für Solidarität im Gesundheitssystem ein
Berlin (DW EKD) - Die Diakonie setzt sich dafür ein, dass die Solidarität im Gesundheitssystem erhalten bleibt.
„Alle Bürger müssen den gleichen Zugang zu notwendigen gesundheitlichen Leistungen haben. Jeder muss entsprechend seiner Leistungsfähigkeit zur Finanzierung dieses Systems beitragen“, sagte Kerstin Griese, Vorstand Sozialpolitik im Diakonischen Werk der EKD am Mittwoch in Berlin.
Der von der Regierung geplante Umbau des Gesundheitswesens benachteilige vor allem Menschen mit niedrigen Einkommen oder solche, die in Armut leben. Gerade für diesen Personenkreis sei es eine konkrete Form sozialer Gerechtigkeit, wenn sie im Krankheitsfall die gleiche Behandlung genießen wie Menschen mit mehr Einkommen.
„In der Diakonie arbeiten wir intensiv mit Menschen zusammen, die mit schweren Gesundheitsproblemen leben müssen und wenig Geld haben. Menschen mit Behinderungen oder schweren chronischen Krankheiten benötigen gesundheitliche Leistungen, um am Leben in der Gemeinschaft teilzuhaben“, betonte Griese. „Wir fordern daher, dass die gesundheitliche Ungleichheit durch eine verantwortliche Präventionspolitik vermindert wird.“
Hintergrund ist die Reform-Kommission des Deutschen Gewerkschaftsbundes „Für ein solidarisches Gesundheitssystem der Zukunft“, die heute zu ihrer ersten Sitzung eingeladen hatte. Die Diakonie wird von Kerstin Griese, Vorstand Sozialpolitik, vertreten. Der Kommission gehören Vertreter der Gewerkschaften, der Verbände und Wissenschaftler an. In ihrer Präambel haben sich die Kommissionsmitglieder gegen eine Kopfpauschale ausgesprochen. Die DGB-Kommission will parallel zur Regierungs-Gesundheitskommission tagen, die über die Einführung einer Kopfpauschale berät.
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