01.12.2004
Diakonie begrüßt Forderungen der OECD
Frühkindliche Betreuung, Bildung und Erziehung stärken
Berlin - Diakonie Präsident Dr. h. c. Jürgen Gohde würdigt die OECD-Studie zur frühkindlichen Betreuung, Bildung und Erziehung in Deutschland als einen wichtigen Beitrag in der aktuellen Debatte zur Tagesbetreuung von Kindern.
Die Studie mache deutlich, welche Bedeutung qualitativ gute frühkindliche Erziehungsangebote für die Zukunft eines Landes hätten.
Die von der Studie als "vorbildlich" bezeichnete "ganzheitliche Verbindung von Bildung, Betreuung und Erziehung", entspräche ganz der diakonischen Tradition. Evangelische Kindertageseinrichtungen verständen Bildung im ganzheitlichen Sinne und nicht nur als Erwerb bestimmter Fähigkeiten und Kompetenzen, hebt Gohde hervor.
Der Diakonie-Präsident begrüßt die ausdrückliche Empfehlung der Studie, die entscheidende Rolle des Bundes für den Bereich frühkindlicher Bildung, Erziehung und Betreuung weiterzuführen. Dies ermögliche, dass alle Kinder unabhängig von landes- und kommunalpolitischen Zwängen Zugang zu hochwertigen Angeboten und somit gleiche Bildungschancen erhielten.
Die Studie bestätige die Forderungen der Diakonie, die Infrastruktur für Familien mit Kindern zu verbessern und auszubauen. Das Ziel der OECD, das sich auch im Titel der Studie "Starting Strong" – ein "starker Beginn" ausdrückt, entspräche dem Leitmotiv der diakonischen Angebote, Kinder beim Aufwachsen bestmöglich zu stärken und zu unterstützen.
Zurzeit bietet die Diakonie 23 Prozent aller Plätze an Tageseinrichtungen für Kinder an. Etwa 500.000 Kinder besuchen gegenwärtig die rund 9.500 Tageseinrichtungen für Kinder mit fast 62.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Die Studie "Die Politik der frühkindlichen Betreuung, Bildung und Erziehung in Deutschland" der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigt Stärken und notwendige Ansätze zur qualitativen Weiterentwicklung frühkindlicher Förderung auf.

