10.01.2012

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Diakonie-Präsident mahnt Verbesserungen für Pflegeberufe an

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Kamen (epd) - Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier hat bessere Bedingungen für die Pflegeberufe gefordert, etwa bei der Bezahlung und der Anerkennung.

Niedrige Pflegesätze führten zu immer stärkerer Personalknappheit, warnte Stockmeier am Dienstag bei der Epiphanias-Konferenz des Evangelischen Perthes-Werks in Kamen. Nötig sei eine „sozialpolitische Energieversorgung“, sagte der Präsident der Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Als besondere Herausforderung für die Zukunft bezeichnete er die Gewinnung von Fachpersonal.

Die Diakonie will laut Stockmeier auch künftig am kirchlichen Arbeitsrecht festhalten. Der Gewerkschaft ver.di warf er vor, die Integrität von kirchlichen Mitarbeitervertretern zu beschädigen. Die Gewerkschaft fordert die Abschaffung des kirchlichen Arbeitsrechtes.

In der evangelischen Kirche und ihren diakonischen Betrieben gilt im Arbeitsrecht ein Sonderweg. Anders als in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst werden Arbeitsbedingungen sowie Löhne und Gehälter von einer Arbeitsrechtlichen Kommission ausgehandelt, die mit Arbeitgebern und Arbeitnehmern paritätisch besetzt ist.

Das Evangelische Perthes-Werk ist Träger diakonischer Einrichtungen im Bereich des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche von Westfalen. Das Werk mit rund 4.000 Mitarbeitern betreut und begleitet nach eigenen Angaben über 6.000 Menschen an mehr als 30 Standorten in Nordrhein-Westfalen.

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