Mutter (Vater) und Kind

In der Diakonie gab es die ersten "Zufluchtsstätten für ledige Mütter, sittlich gefährdete Mädchen und Frauen in Not" am Anfang des 20. Jahrhunderts. Heute gibt es bundesweit 36 Einrichtungen, die zur Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelischer Einrichtungen für Mutter/Vater und Kind (BAG) gehören.

Mutter-Kind-Einrichtungen können eine Alternative zum Schwangerschaftsabbruch darstellen. Sie bieten eine umfassende Hilfe für die Mädchen und Frauen an, die unter erschwerten Bedingungen ein Kind zur Welt bringen. Bei etwa einem Drittel aller Bewohnerinnen handelt es sich um minderjährige Mütter, ein weiteres Drittel ist zwischen 18 und 21 Jahre alt, mehrheitlich also Mädchen und junge Frauen.

Die Wohn- und Betreuungsformen der einzelnen Einrichtungen sind vielfältig: von der stationären Unterbringung in einem "Mutter-Kind-Heim" über das Leben in einer betreuten Wohngruppe und betreutes Wohnen in einem Apartmenthaus bis hin zur ambulanten Betreuung in einer vom Träger angemieteten Wohnung oder in der eigenen Wohnung. Die Betreuung reicht von einer Rund-um-die-Uhr-Betreuung  bis zur regelmäßigen Beratung in Einzel- und Gruppengesprächen.

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