Kronenkreuz

Das Kronenkreuz ist das sichtbare Zeichen der Diakonie. Mit diesem Signet war die damalige Innere Mission eine der ersten kirchlichen Einrichtungen mit einem gemeinsamen Erscheinungsbild. Bis heute wird das Kronenkreuz als Zeichen der Ermutigung für die Mitarbeitenden in der Diakonie gesehen.

Kronenkreuz mit den Buchstaben I und M für Innere Mission
Ursprüngliche Fassung des Kronenkreuzes Archiv/Diakonie

Professor Richard Boeland von der Kunstschule Berlin hat das Kronenkreuz 1925 als Zeichen für die Innere Mission entworfen. Er verband die beiden Anfangsbuchstaben I und M (Innere Mission) in künstlerischer Form. Die Bezeichnung Kronenkreuz erhielt es erst später. Die neue Deutung sollte Ermutigung sein für die Mitarbeitenden in ihren schwierigen Diensten.

Als 1923 das 75-jährige Jubiläum gefeiert wurde, stellte der Central-Ausschuss fest, dass nach wie vor wenig bekannt ist über die weit verzweigte Arbeit der Inneren Mission. Es wurde deshalb 1924 die Einrichtung eines "Propaganda-Dienstes" beschlossen, der "durch alle sich bietenden Mittel die Kenntnis des Gesamtwerkes der Inneren Mission in breiteste Schichten hineintragen" sollte.

Bald zeigte sich die Notwendigkeit, dass für das öffentliche Auftreten die Zusammengehörigkeit der verschiedenen Einrichtungen der Inneren Mission durch ein äußeres Zeichen sichtbar werden sollte.

Kronenkreuz in einer reduzierten Fassung, wie es in den 70er und 80er Jahren gebräuchlich war
In den 1970er und 80er Jahren gebräuchliche Version des Kronenkreuzes Archiv/Diakonie

Der neu eingerichtete Propagandadienst begann deshalb sofort, Entwürfe für ein gemeinsames Zeichen zu sammeln. Das Zeichen sollte einfach, einprägsam und vielseitig verwendbar sein und in ihm sollte das Kreuz mit den Anfangsbuchstaben der Inneren Mission, also dem "I" und dem "M", in Verbindung gebracht werden.

Aus über 200 Entwürfen wurde dann - nach heftiger und langer Diskussion, der Entwurf von Professor Richard Boeland ausgewählt. Er war einer der damaligen Experten für angewandte Grafik. Seine Wurzeln sind im süddeutschen Raum. Er gilt als ein Anhänger der "Ulmer Schule".

1925 wurden die Verbände gebeten, sich für den Gebrauch des Zeichens einzusetzen und es an jeder Anstalt und Einrichtung anzubringen.

1930 wurde es auch vom Internationalen Verband für Innere Mission und Diakonie übernommen. Damit war die Innere Mission eine der ersten kirchlichen Einrichtungen mit einem gemeinsamen Erscheinungsbild. Erst wesentlich später wurde das Signet der Inneren Mission als "Kronenkreuz" bezeichnet.

Wort-Bild-Marke der Diakonie (geschützt)
Wort-Bild-Marke der Diakonie Diakonie

1957 wurde das "Diakonische Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland" als Zusammenschluss aus Innere Mission und Hilfswerk gegründet. Es übernahm dieses Signet als ihr eigenes Symbol.

Zum 150-jährigen Jubiläum der Diakonie 1998 wurde das Kronenkreuz in Verbindung mit dem Schriftzug Diakonie und der Farbe Blau in seiner heutigen Form festgelegt.

Das Kronenkreuz wird heute weiterhin als Zeichen der Ermutigung für die Mitarbeitenden in der Diakonie gesehen: das Kreuz als Hinweis auf Not und Tod, die Krone als Zeichen der Hoffnung und Auferstehung. Die Verbindung von Kreuz und Krone soll die Zuversicht zeigen, dass Not überwunden werden kann, weil Jesus Christus Not und Tod überwunden hat.