im Diakonissenhaus

 Innere Mission

 

Die Geschichte der Diakonie als kirchliches Werk beginnt 1848 auf dem Kirchentag in Wittenberg: Der Hamburger Theologe Johann Hinrich Wichern regte in seiner berühmten Stegreifrede die Gründung des "Centralausschusses für Innere Mission der Deutschen Evangelischen Kirche" an.

Diakonische Arbeit gab es jedoch schon lange vor Wichern: Initiativen von Frauen und Männern, die sich dem Auftrag Jesu Christi verpflichtet wussten, prägen die Geschichte der Christenheit. Wichern gab der Bewegung Namen, Ziel und Auftrag: Er entwarf ein Programm gegen soziale Not und gegen Armut im umfassenden Sinn. Seine Vorschläge stützten sich auf seine langjährige Praxis im "Rauhen Haus" in Hamburg, einer Rettungsanstalt für verwahrloste Kinder, die er gegründet hatte.

Der zweite Gründungsvater neben Wichern ist Pfarrer Theodor Fliedner. Fliedner hatte in Kaiserswerth bei Düsseldorf seine Arbeit mit entlassenen weiblichen Strafgefangenen begonnen. Später schuf er den neuen Beruf der Diakonisse. Diakonissen, Schwesternschaften und Gemeinschaften von Diakoninnen und Diakonen tragen seit vielen Jahren die diakonische Arbeit in Krankenhäusern und in Gemeinden.

Wichern gelang es, die verschiedenen Initiativen von Christinnen und Christen unter einem gemeinsamen organisatorischen Dach zusammenzuführen. Schon bald nach Ende des Wittenberger Kirchentages entstanden regionale und lokale Zusammenschlüsse der Inneren Mission. Sie wurden Träger von rechtlich selbständigen Heimen, Einrichtungen und Anstalten, die sozialpädagogische, fürsorgerische und pflegerische Verantwortung für Hilfebedürftige wahrnahmen.

Im Laufe der Zeit entwickelten sich daraus vielfältige diakonische Hilfeangebote mit neuen Arbeitsbereichen.

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