Heimkinder - bei der Essenausgabe

Heimerziehung

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06.11.2009

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Der Umgang von Einrichtungen der Diakonie mit der Problematik der Heimerziehung in den 1950/60er Jahren

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Berlin (DW EKD) - Zur 5. Sitzung des Runden Tisches Heimkinder am 5./6. November 2009 hat das Diakonische Werk der EKD einen Materialband veröffentlicht.

Zur Vorbereitung des Berichts am Runden Tisch über die Heime in evangelischer Trägerschaft und den Umgang von Diakonie und Kirche mit der Heimerziehungsproblematik
haben der Diakonie Bundesverband und sein Bundesfachverband für Erziehungshilfe, der Evangelische Erziehungsverband (EREV), Ende September 2009 eine Umfrage bei den angeschlossenen Einrichtungen für Erziehungshilfe gestartet.

Es sollte erhoben werden, in welchem Umfang die Einrichtungen Kontakt zu Ehemaligen haben – insbesondere zu solchen, die ihre Zeit im Erziehungsheim zwischen 1950 und 1970 als problematisch ansehen – und wie die Einrichtungen bisher darauf reagiert haben.

Der Fragebogen wurde ab dem 30. September 2009 versandt. Der vollständige Rücklauf betrug bis zum 2. November 105 Fragebögen, von denen 95 verwertbar waren; 10 Bögen
bezogen sich auf Heime, die nicht zum Kreis der evangelischen Kinder- und Erziehungsheime in den westdeutschen Bundesländern im Untersuchungszeitraum zählen.

Die Erhebung beansprucht in keiner Weise, repräsentativ zu sein. Durch eine solche Umfrage werden zum Beispiel jene Heime nicht erfasst, deren Träger mit ihrer Schließung verschwunden ist oder deren Rechtsnachfolger sich der früheren Existenz dieser Heime nicht mehr bewusst sind. Der Rücklauf von fast 100 verwertbaren Fragebögen (bei 400 im Verzeichnis evangelischer Erziehungsheime aufgeführten Heimen) lässt allerdings Verallgemeinerungen zu, zumal festzustellen ist, dass jene Einrichtungen, die in den vergangenen Jahren stark in der öffentlichen Kritik standen, sich an der Umfrage beteiligt haben.

Den größten Teil dieses Materialbandes bildet eine Zusammenstellung ausgewählter Berichte und Dokumente zu einzelnen diakonischen Einrichtungen, die sich an der Umfrage beteiligt haben. Sie sind in der Reihenfolge wiedergegeben, in der die jeweilige Einrichtung in der Liste der an der Umfrage beteiligten Institutionen erscheint, also alphabetisch nach Landesverbänden der Diakonie.

Die Auswahl der Materialien stellt nicht das Typische dar, denn etwa die Hälfte der beteiligten Einrichtungen gab an, dass dort kein ehemaliges Heimkind bekannt ist, das seinen Aufenthalt in diesem Heim als problematisch erlebt hat, und die große Mehrzahl der Einrichtungen hat bislang nichts zur Geschichte der eigenen Heimerziehung in der Nachkriegszeit veröffentlicht.

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