Senioren-Ehepaar im Park

Geborgenheit für sterbende Menschen

Über 1200 Hospizdienste und -initiativen in Deutschland bieten ihre ambulanten Hilfen an. Sie begleiten unheilbar kranke, sterbende Menschen zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung. Wenn der sterbende Mensch keine Angehörigen hat oder die Versorgung zu Hause nicht möglich ist, kann es notwendig sein, ein stationäres Hospiz in Anspruch zu nehmen.

Stationäre Hospize, von denen es etwa 130 in Deutschland gibt, sind kleine Einrichtungen, die durch Orden, konfessionelle Krankenhäuser oder (gemeinsam) von Diakonie und Caritas getragen werden. Sie sind so eingerichtet, organisiert und geführt, dass eine häusliche Atmosphäre entsteht, in der sich der schwerst kranke und sterbende Mensch als ein Gast geborgen und ernst genommen weiß. Immer mehr Krankenhäuser und Einrichtungen der stationären Altenhilfe öffnen sich der Hospizbewegung. Krankenhäuser bieten mit ihren sogenannten Palliativstationen, von denen mittlerweile deutschlandweit etwa 120 existieren, unheilbar kranken Patientinnen und Patienten eine hochqualifizierte Schmerzbehandlung sowie psychosoziale Begleitung. Der Tagesablauf orientiert sich an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten.

Neben den professionellen Helferinnen und Helfern sind auch für stationäre Hospize ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unverzichtbar. Sie bewirken die persönliche Atmosphäre, entlasten die Hospizgäste und sind häufig das Bindeglied zwischen den schwerstkranken Menschen und deren Angehörigen. Die ehrenamtlichen Mitarbeitenden werden für ihre Aufgabe besondere befähigt und gefördert. In Kursen lernen sie, sich mit Sterben und Tod sowie eigenen religiösen Erfahrungen auseinander zu setzen, Gespräche zu führen, nonverbale Kommunikation und Symbolsprache zu verstehen sowie einfachste pflegerische Kenntnisse. Ehrenamtliche werden durch Supervision und Weiterbildung begleitet.

Die Begleitung sterbender Menschen in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen ist bisher immer noch vom besonderen Engagement und Ideenreichtum der Mitarbeitenden in diesen Einrichtungen und den örtlichen Hospizdiensten abhängig. Die Finanzierung der palliativmedizinischen und sozialpsychologischen Leistungen durch Krankenkasse bzw. Pflegeversicherung sind weder gesichert noch ausreichend. Versicherte in stationären Hospizen haben Anspruch auf einen Zuschuss aus Krankenkassen- und Pflegeversicherungsmitteln. Zudem ist jedes Hospiz gesetzlich verpflichtet, einen Teil seiner Kosten aus Eigenmitteln, das heißt vor allem aus Spenden, zu decken.

Weitere Informationen über die Hospizarbeit sowie Adressen von ambulanten Hospizdiensten, stationären Hospizen und Palliativstationen sowie Informationen zur Fort- und Weiterbildung Ehrenamtlicher erhalten Sie bei den Diakonischen Werken der Landeskirchen über die jeweiligen Hospizreferate oder direkt über das Arbeitsfeld Hospiz und Palliative Care im Diakonischen Werk der EKD in Berlin, Pfarrer Alexander Brodt-Zabka.

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Kontakt

Eva Ceasar
Hospiz und Palliative Care

Tel.: (030) 83001-349
E-Mail: hospiz(at)diakonie.de

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