Diakonie unterstützt Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege des Bundes

- Bis 2015 sollen die Ausbildungskapazitäten um zehn Prozent erweitert werden. Für die Diakonie ist die Umschulung von Menschen mit Berufserfahrung eine zentrale Maßnahme.

Dozentin Christine Korfant (l.) erklärt Altenpflege-Azubis in der Berufsschule für Altenpflege des
Training an der Berufsschule für Altenpflege im Rauhen Haus Hamburg epd-bild/Niemz

Die Diakonie unterstützt die "Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege" der Bundesregierung. "Mit unserer Unterschrift verpflichten wir uns zu Maßnahmen, die dazu beitragen sollen, den steigenden Bedarf an Pflegefachkräften zu decken", erklärt Maria Loheide, sozialpolitischer Vorstand der Diakonie Deutschland am Mittwoch in Berlin.

Bis 2015 sollen die Ausbildungskapazitäten um zehn Prozent erweitert werden. Für die Diakonie ist die Umschulung von Menschen mit Berufserfahrung eine zentrale Maßnahme. "Altenpflege ist ein verantwortungsvoller Beruf, für den sich oft auch Menschen mit Berufserfahrung entscheiden. Sie können eine vollwertige dreijährige Ausbildung absolvieren, die von der Bundesagentur für Arbeit finanziert wird", erklärt Loheide. Dafür habe sich die Diakonie Deutschland eingesetzt.

Ein großes Anliegen ist der Diakonie die Vereinbarkeit von Familie und Pflegeberuf. Loheide: "Altenpflege ist oft Schichtarbeit. Dies ist eine besondere Herausforderung für die Vereinbarkeit von Familienaufgaben und dem Pflegeberuf. Zur Verbesserung der Situation müssen angemessene Rahmenbedingungen geschaffen werden. Dafür ist noch einiges zu tun."

"Mittelfristig können wir die Attraktivität des Pflegeberufes durch eine Pflegeausbildung steigern, in der die Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege in einer gemeinsamen Grundausbildung zusammengeführt werden", betont Loheide. Sie begrüßte deshalb die Entschließung der Sozialministerkonferenz, die Reform der Pflegeausbildung voranzutreiben.

Die Diakonie hat in einer gemeinsamen Erklärung mit der Caritas und den konfessionellen Bundesverbänden der Altenhilfe und Krankenhäuser Empfehlungen für eine Neukonzeption von Berufs- und Bildungswegen der Pflege und Assistenz vorgelegt.

Für Rückfragen und weitere Informationen
Ute Burbach-Tasso, Pressesprecherin