19.10.2011
13.2011: ... ihm nachzufolgen ist's, wonach der Glaube strebet ...
(Gotthilf August Francke)
Berlin / Halle (Diakonie) - Mit einem Zitat von Gotthilf August Franke, dem Sohn des Gründers der Franckeschen Stiftungen in Halle leitete Präsident Stockmeier seinen Bericht vor der Diakonischen Konferenz 2011 in Halle ein.
Im sozialpolitischen Teil seines Berichtes ging er auf die aktuellen Aufgaben und Herausforderungen ein. So bezeichnete er es als nicht hinnehmbar, dass Menschen als „arbeitsmarktfern“ oder „schwer vermittelbare Langzeitarbeitslose“ bezeichnet werden. „Damit wird in Wirklichkeit ihre dauerhafte gesellschaftliche Ausgrenzung besiegelt“, sagte Stockmeier vor der Konferenz. Weiter kritisierte er, dass die „Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, die so genannte Instrumentenreform, sich nicht für die interessiere, die ohne arbeitsmarktpolitische Maßnahmen keine Chance auf Teilhabe hätten.
Die Umsetzung des Bundesfreiwilligendienstes werde auch weiter durch die Diakonie konstruktiv und kritisch begleitet. Wichtig sei die Förderung des freiwilligen Engagments und der Abbau von bürokratischen Hürden, sagte Stockmeier.
Cornelia Füllkrug-Weitzel, Vizepräsidentin und Direktorin von „Brot für die Welt“ und Diakonie Katastrophenhilfe, ging in ihrem Berichtsteil auf die aktuelle Lage in Somalia und die Herausforderungen für die humanitäre Hilfe ein. Sie hob die Mitverantwortung der internationalen Staatengemeinschaft für die somalische Katastrophe, die nicht nur der Dürre, sondern wesentlich auch dem Krieg geschuldet ist, hervor.
Weitere Berichtsthemen waren u.a. der Stand der Fusion mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst, Pflege, Heimkinder, das kirchliche Arbeitsrecht, Spenderwerbung (anlässlich der Katastrophe in Japan), Nachhaltigkeit und ökofaiere Beschaffung.
Der Vorstandsbericht wird ausschließlich hier zum Download angeboten. Er steht nicht als Printversion über den Zentralen Vertrieb zur Verfügung.


