17.10.2007
16.2007: Versöhnung nach innen und evangelisches Profil nach außen
"Ein Bild, das mich seit Anfang meiner Zeit im Diakonischen Werk der EKD verfolgt, ist das Bild vom Tandem: Kirche und Diakonie müssten ihr Wirken wie eine Fahrt auf einem Tandem sehen - ein Bild für ein neues, sich gegenseitig stärkendes Miteinander von Diakonie und Kirche."
Mit diesen Worten beginnt der erste Bericht von Präsident Kottnik auf der Jahrestagung der Diakonischen Konferenz.
Mit dem Bild des Tandems verdeutlicht er das Miteinander zwischen Kirche und Diakonie. "Tandemfahren" bedeutet nicht zwingend hintereinander zu sein. Wichtig ist bei aller äußeren Form das Aufeinander bezogen sein und sich wechselseitig im Blick zu haben. Dieses Miteinander lässt Ziele erreichen, durchaus auch Aufsehen erregen.
Auf eine Formel gebracht fasst Präsident Kottnik dies zusammen unter: Versöhnen nach innen - evangelisches Profil nach außen.
Dabei ist Versöhnen mehr als ein bloßes "sich vertragen". Es bedeutet vertauschen, Ortswechsel. Nicht in erster Linie den eigenen Standort zu sichern, sondern sich auf neue und überraschende Perspektiven einzulassen.
Auf diesem Weg bleiben Spannungsfelder nicht aus. Vielleicht gehören sie wie selbstverständlich dazu und sind Teil des immer wieder notwendigen Perspektivwechsels.
Diakonie ist Teil der Kirche und zugleich auch Teil der Zivilgesellschaft. In diesem Spannungsbogen gilt es evangelisches Profil zu schärfen und erkennbar herauszuarbeiten. Dies gilt für die unterschiedlichsten Lebens- und Arbeitsfelder der Diakonie.

