Diakonie-Präsident überreichte Wichern-Adventskranz an den Bundestag

- Diakonie-Präsident Ulrich Lilie überreichte heute einen traditionellen Wichern-Adventskranz an Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth als Repräsentantin des Deutschen Bundestages.

In der Abgeordnetenlobby des Deutschen BUndestages steht auch in diesem Jahr wieder ein Wichernscher Adventskranz mit 26 roten und vier weißen Kerzen
Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth, Diakonie-Präsident Ulrich Lilie und der Chor des Johannesstiftes bei der Übergabe des Adventskranzes Diakonie / Stephan Röger

Die Übergabe hat Tradition: Bereits zum achten Mal ziert ein Wichern-Adventskranz in der Vorweihnachtszeit die Lobby des Deutschen Bundestages.

1839 ließ der evangelische Theologe Johann Heinrich Wichern (1808 bis 1881) im Betsaal des "Rauhen Hauses" in Hamburg zum ersten Mal einen Leuchter mit roten und weißen Kerzen für die Werk- und Sonntag aufhängen. Wichern, einer der Gründerväter der Diakonie, gilt damit als Erfinder des Adventskranzes. Der Leiter eines Heimes für elternlose Kinder und Jugendliche suchte eine Antwort auf die alle Jahre wiederkehrende Frage seiner Zöglinge: Wie lange ist es noch bis Weihnachten? Jeden Tag zündete er zusammen mit den Kindern und Jugendlichen eine neue Kerze an. So konnten sie sehen, wie Weihnachten täglich ein Stück näher rückte - bis am 24. Dezember der ganze Kranz erstrahlte. Später wurde dieser Holzkranz mit Tannengrün geschmückt. Beim heutigen Adventskranz sind nur noch die vier großen Kerzen für die Adventssonntage übrig geblieben.

Auf dem diesjährigen Kranz stehen insgesamt 26 Kerzen: 22 kleine rote Kerzen für die Werktage und vier dicke weiße für die Sonntage bis  Weihnachten. Stifter des Kranzes ist das Evangelische Johannesstift Berlin, das von Johann Hinrich Wichern gegründet wurde. Der Kinderchor des Evangelischen Johannesstiftes untermalt die Veranstaltung musikalisch.

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Ute Burbach-Tasso, Pressesprecherin