Diakonie-Pflegetagung 2007


Unter dem Thema: "Bedürftige Pflege - Perspektiven für eine menschenwürdige Pflege im Alter" diskutierten am 10. Oktober 2007 Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, Alexander Gunkel von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände mit Diakonie-Präsident Kottnik und dem Ratsvorsitzenden der EKD, Bischof Wolfgang Huber darüber, wie gute Pflege organisiert und finanziert werden kann.

11.10.2007

Blind-PG

Rahmenbedingungen für menschenwürdige Pflege schaffen
Wertschätzung von Pflege und Pflegebedürftigen dringend notwendig

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Zwölf Jahre nach Einführung der Pflegeversicherung sei eine Reform dringend notwendig, betonte Diakonie-Präsident Klaus-Dieter K. Kottnik während der Veranstaltung in Berlin.

Die Diakonie begrüße die geplante Pflegezeit und den Pflegeurlaub sowie höhere Leistungen für Demenzkranke im Referentenentwurf zur Gesetzesreform. Die angedachte Erhöhung des Beitragssatzes auf 1,95 Prozent sei allerdings nicht ausreichend. Schon heute reiche die Finanzierung nicht aus, dringend notwendige Mehrleistungen könnten damit nicht bezahlt werden.

Bischof Huber hob in seinem Vortrag hervor, dass Pflege mehr sei als die Summe der notwendigsten Verrichtungen. Pflegebedürftige Menschen bräuchten Kontakte und Berührungen. Sie bräuchten Menschen, die für sie sprächen und sie unterstützten. Dafür müssten die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen werden, für die Pflegebedürftigen ebenso wie für ihre Angehörigen, die Pflegefachkräfte sowie die ehrenamtlichen Helfer. Es müsse sich eine Kultur der Wertschätzung und daraus eine Kultur der Pflege entwickeln.

Bundesgesundheitsministerin Schmidt räumte ein, dass die Finanzierung der Pflegeversicherung in der nächsten Legislaturperiode noch einmal auf die Tagesordnung müsse. Das Thema Pflege werde in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen. Dann müsse auch die Debatte geführt werden, was der Gesellschaft die Pflege wert sei.

Die Rede von Bischof Huber  finden Sie nachstehend als Download.

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