Diakonie-Pflegekongress: zukunft:pflegen2009

Vom 15. bis 17. Juni 2009 appellierten auf dem Diakonie-Kongress „zukunft:pflegen“ in Berlin, Vertreter der Diakonie für mehr gesellschaftliche Anerkennung der Pflege und bessere Ausbildungsmöglichkeiten in der Gesundheits- und Sozialbranche.

Bilder vom Diakonie-Kongress zukunft:pflegen

15.07.2009

viele Hände - bereit sich zu engagieren

Diakonie-Pflegekongress für mehr gesellschaftliche Anerkennung der Pflege

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Berlin (DW EKD Online) - „Diakonie will, dass gute Pflege und Unterstützung von Menschen Zukunft hat. Dafür brauchen wir hochqualifizierte, angemessen entlohnte Fachkräfte und mehr gesellschaftliche Wertschätzung für die Menschen, die in Pflegeberufen arbeiten“, sagte Diakonie-Präsident Klaus-Dieter Kottnik zum Abschluss des Kongresses.

Herausforderungen des demographischen Wandels
Derzeit sind in Deutschland 2,25 Millionen Menschen pflegebedürftig, im Jahr 2050 werden es mehr als vier Millionen sein. Angesichts der demografischen Herausforderung und des Fachkräftemangels gilt es, die Karriere- und Ausbildungsmöglichkeiten in der Pflege zu verbessern. Der Leiter der Führungsakademie für Kirche und Diakonie in Berlin, Professor Dr. Udo Krolzik, forderte die Politik zum Handeln auf. „Wir haben zukunftsweisende Konzepte entwickelt und sind bereit, entsprechende Schritte zu gehen. Jetzt müssen neue bundesweit verbindliche Rahmenbedingungen für die Ausbildung gesetzt werden, damit junge Menschen berufliche Perspektiven und Chancen zur Weiterentwicklung in den Pflegeberufen erkennen.“

Spiritualität in der Pflege
Ein Schwerpunkt des Kongresses lag auf der spirituellen Dimension der Pflege: „Pflege dürfe nicht nur als wirtschaftliches Geschehen gesehen werden, sondern auch und zu allererst als Beziehungsgeschehen. Gerade im Wettbewerb und in der demografischen Herausforderung könnte das diakonische Verständnis vom Dienst am Menschen etwas sein, das die Diakonie von anderen Dienstleistern im Gesundheitsbereich unterscheidet“, erklärte Kottnik.

Am Diakonie-Kongress „zukunft:pflegen“ nahmen über 2.100 Nachwuchskräfte und Mitarbeitende sowie Leitungs- und Führungskräfte aus diakonischen Einrichtungen teil. Sie diskutierten an drei Tage mit Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über notwendige Schritte für die Pflege von morgen. Der Kongress wurde vom Diakonischen Werk der EKD und dem Deutschen Evangelischen Krankenhausverband in Kooperation mit dem Bundesverband evangelische Behindertenhilfe und dem Deutschen Evangelischen Verband für Altenarbeit und Pflege veranstaltet.

Weitere Informationen und Fotos vom Kongress finden Sie weiter unten und unter www.dekv-kongress.de.

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Stationäre und teilstationäre Altenhilfe und Pflege

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