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30.01.2012

unterschiedlich farbige Papierfiguren vor einer Weltkarte

Wie gelingt Integration?

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Integration ist nach Ansicht der Wohlfahrtsverbände eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Eine besondere Verantwortung tragen hierbei die öffentlichen Einrichtungen. Deshalb beteiligen sich die Verbände auch an dem von der Bundesregierung gestarteten Prozess des Nationalen Aktionsplanes Integration (NAP-I). Zum Fünften Nationalen Integrationsgipfel veröffentlichen die Verbände in der Freie Wohlfahrtspflege ihren Bericht.

Die Bundesregierung ist mit ihrer 2006 gestarteten Initiative (damals Nationaler Integrationsplan) angetreten, möglichst viele gesellschaftlich relevante Bereiche in die (Mit-)Verantwortung für die Ausgestaltung guter Bedingungen für Integration zu nehmen. Interkulturelle Öffnung als Zielsetzung gewann an Bedeutung. Durch diesen Diskurs hat eine überfällige politische Aufwertung von Migrantenorganisationen eingesetzt.

Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege haben sich bei der Erstellung des Aktionsplanes engagiert eingebracht. Während der ersten Jahreshälfte 2011 nahmen sie an sieben der elf Dialogforen teil, welche von der Bundesregierung zur Erarbeitung des Aktionsplanes eingerichtet worden waren. In 46 Maßnahmen beschrieben sie ihre Beiträge für eine von Vielfalt geprägte Gesellschaft, an der alle Menschen teilhaben und in der sie gleiche Chancen genießen.

Ein wichtiges Ergebnis der Dialogforen im Rahmen des NAP-I ist, dass die interkulturelle Öffnung der Gesellschaft und aller öffentlichen und privaten Einrichtungen insbesondere der Bildung und der Daseinsvorsorge als eine alle Themenfelder übergreifende Daueraufgabe beschrieben wird. Ziel einer umfassenden und nachhaltigen Integrationspolitik muss es sein, Menschen mit Migrationshintergrund eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. „Umfassend“ heißt, dass alle Bereiche gesellschaftlicher Integration – also Arbeitsmarkt, Bildung, Kultur, soziale, religiöse, rechtliche und politische Integration – einzeln und in ihrer Wechselwirkung bedacht und gefördert werden können.

Die vorliegende Veröffentlichung bündelt die Rückmeldungen zu dem Prozess und den Ergebnissen der Dialogforen. Die Spitzenverbände führen darin die Themenfelder auf, die der NAP-I ungerechtfertigterweise ausklammert. Es sind die Themen Diskriminierungsschutz und Rassismus, Rechtliche Gleichstellung und erleichterte Einbürgerung, Flüchtlinge und Menschen in der aufenthaltsrechtlichen Illegalität sowie Menschen mit Behinderungen.

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