21.12.2006
Weihnachten bleibt ein Familienfest
Geschenke weniger wichtig – Weihnachtstraditionen rückläufig
Nach einer Allensbach-Umfrage sehen drei Viertel der Deutschen Heiligabend vor allem als Familienfest.
Auf die Frage, was an Heiligabend unbedingt dazu gehört, antworten 74 Prozent „mit der Familie nett zusammensitzen„. Damit ist die Bedeutung von Weihnachten in den letzten 15 Jahren unverändert stabil geblieben. Der traditionelle Kirchgang ist bei 42 Prozent ein fester Programmpunkt, während Kneipenbesuche und alternative Aktivitäten am Heiligabend zur Ausnahme gehören.
Die repräsentative Umfrage unter rund 2.000 Personen zeigt, dass gemeinsame Aktivitäten in der Familie, mit Verwandten und Freunden für die Befragten im Mittelpunkt stehen. Traditionellen Weihnachtsbräuche werden dagegen weniger gepflegt, als noch vor einigen Jahren. Nach wie vor steht der Weihnachtsbaum hoch im Kurs. Er ist für 80 Prozent ein absolutes Muss, 1991 waren es 89 Prozent. Für 69 Prozent gehören Geschenke "unbedingt dazu", 1991 hielten dies noch 82 Prozent für unverzichtbar.
Lediglich 30 Prozent der Befragten singen Weihnachtslieder. Das Hören von Weihnachtsmusik gehört jedoch für 62 Prozent zur Weihnachtsstimmung unbedingt dazu. Weit abgeschlagen ist das traditionelle Blockflötenkonzert im Wohnzimmer mit 17 Prozent. Kulinarische Genüsse erfreuen sich hingegen nach wie vor starker Beliebtheit: Auf das weihnachtliche Festsessen freuen sich rund drei Viertel der Befragten 40 Prozent möchten "einen guten Tropfen trinken".
Dass Weihnachten in erster Linie ein Familienfest ist, zeigt sich auch beim Vergleich zwischen reinen Erwachsenen-Haushalten und Haushalten mit Kindern bis 16 Jahren. Dort, wo Kinder im Haus sind, ist der Weihnachtsbaum von größerer Bedeutung und die Bescherung ist nach wie vor das zentrale Ereignis am Heiligabend.

