26.11.2004
Von Graswurzellobbying und Stakeholder-Analyse
5. Tag der diakonischen Öffentlichkeitsarbeit
Was ist "Graswurzellobbying", was eine "Stakeholder-Analyse"? Diesen Fragen gingen 60 Presse- und Öffentlichkeitsreferentinnen aus diakonischen Einrichtungen beim 5. Tag der diakonischen Öffentlichkeitsarbeit nach.
Das Seminar in der Kaiserswerther Diakonie in Düsseldorf stand unter dem Thema "Einfluss gewinnen durch systematisches Lobbying". In Workshops entwickelten die Teilnehmenden professionelle Strategien, um systematisch Interessen durchzusetzen. Entscheidende Impulse gingen von Dr. Marco Althaus vom Deutschen Institut für Public Affairs in Potsdam aus, der in einem Vortrag über die Chancen, Risiken und Instrumente von Lobbying für die Wohlfahrtsverbände referierte.
Systematisches Lobbying beinhaltet zum Beispiel eine "Stakeholder-Analyse". Sie bietet die Möglichkeit, potenzielle Bündnispartner, Konkurrenten und Widersacher zu erkennen und wichtige Entscheidungsträger für die eigene Sache zu gewinnen. Mit dem Graswurzellobbying versuchen insebesondere Non-Profit-Organisationen möglichst viele Menschen – Mitarbeitende, Mitglieder, Kunden, Klienten etc. - zu mobilisieren, um sich gegenüber Politikern zu artikulieren.
Das Diakonische Werk der EKD veranstaltet jährlich den "Tag der diakonischen Öffentlichkeitsarbeit" zur Weiterbildung und als Plattform für Erfahrungsaustausch der Presse- und Öffentlichkeitsreferenten diakonischer Einrichtungen. Der nächste "Tag der diakonischen Öffentlichkeitsarbeit" findet am 17. und 18. November 2005 statt.

