24.06.2010
„Soziale Gerechtigkeit muss bei allen ankommen“
Fokuswoche: nak verabschiedet Berliner Erklärung
Berlin (nak / DW EKD) - Mit einer Berliner Erklärung hat die Nationale Armutskonferenz die Ergebnisse ihres zweitägigen Betroffenen-Treffens in Berlin vorgestellt. Gleichzeitig zog sie Bilanz über das erste Halbjahr des Europäischen Jahres 2010 gegen Armut und soziale Ausgrenzung.
Der Sprecher der Nationalen Armutskonferenz (nak), Pfarrer Dr. Wolfgang Gern, sagte in der Landesvertretung Rheinland- Pfalz: „Die Nationale Armutskonferenz fordert die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft auf, die Bekämpfung von Armut ernst zu nehmen. Gesetzliche Bestimmungen müssen daraufhin überprüft werden, inwieweit sie negative Auswirkungen auf Menschen mit geringem Einkommen haben und Armut verschärfen. Dabei müssen wir das Grundgesetz vor Augen haben: Denn unsere Verfassung steht dafür, dass in unserer Gesellschaft ein menschenwürdiges Existenzminimum möglich ist und gewährleistet wird.“
Gern, auch Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks in Hessen und Nassau, forderte für die nak „einen Runden Tisch mit Vertretern aus Politik, Kirche und Gesellschaft sowie mit Betroffenen, die selbst in Armut leben, um gemeinsam Strategien zur Bekämpfung und Überwindung von Armut zu erarbeiten. Soziale Gerechtigkeit muss bei allen ankommen und darf nicht nur Privilegierten vorbehalten sein.“
Die Berliner Erklärung ist von der Nationalen Armutskonferenz bei der Forumsveranstaltung „Gegen Armut und soziale Ausgrenzung – Akteure im Dialog“ verabschiedet worden. Knapp 200 Teilnehmer – unter ihnen Menschen, die selbst in Armut leben, aber auch Verantwortungsträger aus Politik und Gesellschaft – haben an ihr teilgenommen.
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